Interview

Interview mit Marius Miksch

Das Interview führte Christian Scherer

Wir stellen euch bis heute alle vier Mitglieder des Deutschen Teams auf dem Metropolitan Masters – The Showdown hier vor, den Abschluss macht der Sieger des Metropolitan Masters – The Grinder und damit der Teamkapitän im “Team Deutschland”, Marius Miksch.

Marius Miksch

Hallo Marius! Stell dich doch bitte zunächst einmal vor.
Ich heiße Marius Miksch, wohne in Dresden und bin 14 Jahre alt. Ich besuche das Lößnitzgymnasium Radebeul und bin in der 8. Klasse. Ich spiele in Dresden und Umgebung.

Seit wann spielst du das Yu-Gi-Oh! TCG denn schon aktiv? Hast du auch schon Erfahrungen mit anderen Sammelkartenspielen gemacht?
Ich spiele das Yu-Gi-Oh! TCG etwa seit Frühjahr 2009, aber habe noch keine richtige Erfahrung mit anderen Sammelkartenspielen gemacht.

Kommen wir zum Metropolitan Masters – The Grinder: Würdest du deinen Turniersieg dort als deinen bisher größten Erfolg ansehen? Hast du bereits andere Events gewonnen?
Bis jetzt ist der The Grinder mein größter Turniererfolg. Natürlich würde ich mich aber freuen, auch in Zukunft noch den ein oder anderen Erfolg zu landen.

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Interview mit Oliver Lukenda

Das Interview führte Martina Eckloff

Wir stellen euch in den kommenden Tagen alle vier Mitglieder des Deutschen Teams auf dem Metropolitan Masters – The Showdown hier vor, heute an der Reihe ist Oliver Lukende, der sich den zweiten Platz im “Team Deutschland” erkämpft hat.

Oliver Lukenda

Stell dich mal vor: Wer bist du, woher kommst du, was machst du zurzeit?
Hi. Ich bin Oliver Lukenda, kurz Olli, und bin 20 Jahre alt. Momentan wohne ich in Essen, wo ich das Fach Betriebswirtschaftslehre im ersten Semester an der Universität Duisburg-Essen studiere. Ursprünglich komme ich aus dem schönen Bergisch Gladbach bei Köln.

Seit wann spielst du das Yu-Gi-Oh! TCG?
Ich spiele das Yu-Gi-Oh! TCG, seitdem es die ersten Karten gab. Wie jeder andere auch, wurde ich durch die TV-Serie dazu motiviert, selber zu spielen. Damals hat fast jeder meiner Freunde „gezockt“ und jeder wollte irgendwie ein Yugi Muto sein. (grinst) Mein erstes Deck war das Starterdeck Joey, was dann auch meine ersten Tauschkarten ergab. Gespielt wurde fast überall. Sogar an Bushaltestellen und manchmal musste uns sogar der Schul-Hausmeister aus der Schule werfen. Aber am besten hat es sich in dem alten Spieleladen in Bergisch Gladbach gespielt, wo jede Woche Turniere stattfanden. Mit vielen von denen, die ich dort kennenlernte, bin ich heute noch befreundet. Mit manchen gut und mit machen nicht so gut. (grinst)

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Interview mit Norman Wilde

Das Interview führte Christian Scherer

Wir stellen euch in den kommenden Tagen alle vier Mitglieder des Deutschen Teams auf dem Metropolitan Masters – The Showdown hier vor, heute an der Reihe ist Norman Wilde, der sich den dritten Platz im “Team Deutschland” erkämpft hat.

Norman Wilde

Hallo Norman! Stell dich doch bitte zunächst einmal vor.
Ich bin 20 Jahre alt und wohne momentan in Berlin, wo ich ab und zu in der HotBox oder dem BB-Land zum Spielen vorbeischaue.

Seit wann spielst du das Yu-Gi-Oh! TCG denn schon aktiv?
Ich bin Spieler der ersten Stunde und habe zwischenzeitlich mal einen Abstecher in Magic The Gathering und das Pokémon Sammelkartenspiel gemacht.

Kommen wir zum Metropolitan Masters – The Grinder: Du warst eigentlich gar nicht qualifiziert, durftest dann aber aufgrund der Abwesenheit anderer Qualifizierter noch nachrücken und am Turnier teilnehmen. Hattest du damit gerechnet?
Leider hatte ich nicht genug Punkte gesammelt, um mich direkt zu qualifizieren. Zwei Freunde von mir hatten allerdings ausreichend Punkte und wollten unbedingt nach Essen fahren. Also habe ich mich als Fahrer angeboten und die Jungs haben mir den Sprit bezahlt. Zudem bin ich nun schon relativ lange als Spieler unterwegs und hatte eine Ahnung, dass nicht jeder nach Essen kommen würde, weil die Fahrt recht teuer für den Einzelnen ist. Da sagte ich mir: “Naja, wenn es so kommt, wie ich es mir denke, dann ist es super, ansonsten unterstütze ich die Jungs und treibe mich auf der Spielmesse rum.”

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Interview mit Justin Tüllmann

Das Interview führte Martina Eckloff

Wir stellen euch in den kommenden Tagen alle vier Mitglieder des Deutschen Teams auf dem Metropolitan Masters – The Showdown hier vor, den Anfang machen wir mit Justin Tüllmann, der als vierter Spieler in das “Team Deutschland” nachgerückt ist.

Justin Tüllmann

Stell dich mal vor: Wer bist du, woher kommst du, was machst du zurzeit?
Hi, ich bin Justin Tüllmann und 16 Jahre alt. Zurzeit wohne ich in Mülheim an der Ruhr und gehe dort auch auf eine Realschule.

Seit wann spielst du das Yu-Gi-Oh! TCG?
Ich spiele das Yu-Gi-Oh! TCG seit ungefähr drei Jahren. Angefangen habe ich, als gerade die Finsternis-Decks gespielt wurden und Kartenvernichtungsvirus noch erlaubt war.

Was gefällt dir am Yu-Gi-Oh! TCG?
Mir gefällt besonders gut, dass man viele Leute kennen lernt und das strategische Denken beim Spielen. Es gibt so viele Karten und verschiedene Kombos, mit denen man Decks bauen kann. Die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt.

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Interview mit der Demonstratorin Nilay

Hier auf der Messe findet natürlich nicht nur der Grinder der Metropolitan Masters statt. Weiterhin angeboten werden die beliebten Demos, bei denen man das Yu-Gi-Oh! TRADING CARD GAME erlernen kann. Durchgeführt werden von unseren freundlichen (und zugegebenermaßen unglaublich hübschen) AMIGO-Hostessen, die wirklich alle Fragen beantworten. So auch meine, denn eine von ihnen habe ich direkt zum Interview gebeten!

Nilay, Demonstratorin (weiter lesen…)


Interview mit Moritz Greiwe, Head Judge The Grinder

Zum Auftakt der Berichterstattung zum Metropolitan Masters – The Grinder hat unser Redakteur Dennis Jenz ein Interview mit dem Head Judge Moritz Greiwe geführt, der dieses Turnier am Wochenende auf der SPIEL’11 leiten wird.

Moritz Greiwe

Stell dich doch mal vor!

Mein Name ist Moritz „Chironomus“ Greiwe, ich bin derzeit 24 Jahre alt und studiere Englisch und katholische Theologie an der Uni Osnabrück. Mein Ziel ist es, Grundschullehrer zu werden. Nebenbei verdiene ich mir ein Zubrot, indem ich als Kellner und Barkeeper arbeite.

Wo kann man dich denn in Aktion erleben?

Da es in meiner Heimatstadt Emsdetten keinen Kartenladen gibt, fahre ich zum Zocken in den Comic-Planet der Nachbarstadt Rheine oder in die Filiale nach Münster. Dort judge ich auch regelmäßig und helfe bei der Turnierorganisation.

Wann und wie hast du mit dem Judgen angefangen?

Ich bin noch gar nicht so lange dabei. Mein erstes „richtiges“ Event waren die Yu-Gi-Oh! German Nationals 2010. Seitdem habe ich aber eine kurze und steile „Karriere“ hingelegt und viel gelernt und auch weitergegeben.

Hattest du Vorbilder?

Prinzipiell sehe ich jeden Judge als Vorbild, dessen Fähigkeiten den meinen überlegen sind. Ich habe aber zwei besondere Vorbilder: Auf der einen Seite gibt es da Maik „yomifrog“ Schewe, der mir die Feinheiten der Spielmechaniken und somit die Theorie des Judgens beigebracht hat. Auf der anderen Seite ist da mein „Judge-Papa“ Daniel „Videoday“ Müller, von dem ich die Praxis gelernt habe. Beiden bin ich ewig zu Dank verpflichtet.

Jetzt haben von den „alten Hasen“ ja ein paar aufgehört und die „Junge Garde“ – zu der du ja gehörst – muss nachrücken. Wie bewertest du die Situation?

Das Problem ist, dass die hohen Positionen auf Events neu besetzt werden müssen und andere Judges nachrücken müssen. Ein Event in der Größe von 100 Spielern zu leiten, bekomme ich ja noch hin, aber ich möchte noch mehr Erfahrung sammeln, bevor ich auf einem Event in der Größe der Nationals den Posten des Head Judges einzunehmen bereit bin. Ich werde aber weiter üben, um ggf. auf den nächsten Nationals einen höheren Posten zu besetzen. Mir wäre dennoch wichtig, dass die fähigsten Leute die hohen Posten besetzen, wenn sie dafür besser geeignet sind als ich.

Was waren die bisherigen Höhepunkte deiner Karriere?

Ich erachte jeden noch so kleinen Posten, den ich auf einem Event besetze, als kleinen Höhepunkt. Da ich sehr bescheiden bin, bin ich schon glücklich, wenn ich einfach auf dem Floor stehen und Regelfragen beantworten darf. Ich brauche also keinen hohen Posten zu bekleiden, um ein Event als persönliches Highlight zu bezeichnen.

Was reizt dich an deinem Job?

Als Judge macht man quasi sein Hobby zum “Beruf”. Ich mag das Spiel mit allen Feinheiten und Schwierigkeiten. Diese Begeisterung möchte ich gerne an andere Spieler weitergeben, indem ich den Spielern auf einem Event durch das Garantieren eines reibungslosen Ablaufes ein schönes Spiel gewährleiste. Außerdem konnte ich mir mit meinen mittelmäßigen Spielerfähigkeiten nie den Namen machen, den ich mir als Judge gemacht habe. Daher bereue ich es kein bisschen, den Schritt vom Spieler zum Judge gemacht zu haben.

Was ist beim Judgen besonders schwierig?

Die Arbeit eines Judges beläuft sich nicht nur auf das Auswendiglernen von Rulings. Ein großer Teilbereich ist das Player Management, bei dem es darum geht, Streitigkeiten unter Spielern beizulegen und eine konstruktive Lösung und/oder Spielstrafen zu finden. Dies ist oft schwierig, da am Ende eines Streits immer zu Ungunsten eines der beiden Spieler entschieden werden muss und der Judge am Ende immer der “Böse” ist. Dass es für diesen Teilbereich des Jobs auch keinen konkreten Leitfaden gibt, macht die Sache nicht gerade einfacher. Man muss hier immer nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden, was oft komplizierter werden kann, als es klingt.

Bereitest du dich speziell auf ein Turnier vor?

Natürlich. Ich halte mich immer auf dem Laufenden was Rulings etc. betrifft. Wichtiger als die Vorbereitung auf ein Event erachte ich aber die Nachbearbeitung eines Events. Nach einem Event sollte ein Judge das Turnier rekapitulieren und schauen, was gut und was weniger gut lief. Er sollte sich seine Aussagen und Entscheidungen noch einmal durch den Kopf gehen lassen und Kritik an sich selber üben. Des weiteren sollte man sich nachher in Karten und Spielmechaniken einlesen, bei denen man auf einem Event Schwierigkeiten hatte. Man lernt somit aus seinen eigenen Fehlern und ist somit gewappnet für kommende Turniere. Die Nachbereitung eines vergangenen Events trägt somit für die Vorbereitung eines kommenden Events bei.

Was machst du, wenn du mal nicht weiter weißt?

Auch bestes Wissen und Gewissen kommt irgendwann mal an eine Grenze und man weiß nicht weiter. Das passiert auch den Besten. Ein Gütekriterium eines Judges ist es, seine eigenen Grenzen zu kennen und sich eingestehen zu können, wenn man mal nicht weiter weiß. Es ist keine Schande, in so einem Fall andere Judges nach einer zweiten Meinung zu fragen, im Gegenteil: Es ist höchst unprofessionell, sich eine Antwort auf eine Regelfrage oder eines Streits zusammen zu stammeln, wenn man sich nicht sicher ist. Geratene Antworten helfen den Spielern nicht und können das Turnier schädigen. Daher ist es mir wichtig, kompetente Kollegen zu haben, mit denen ich ggf. Rücksprache halten kann.

Was war die schwierigste Entscheidung, die du jemals treffen musstest?

Daran erinnere ich mich leider noch gut. Es war auf dem Austrian Championship Weekend 2011. Ich musste eine Player Management Entscheidung zu Ungunsten eines Kindes treffen, welches darauf bitterlich aufgelöst war. Nachdem ich nach dem Match mit dem Vater des Kindes Rücksprache gehalten habe, war ich mir gar nicht mehr so sicher, ob meine Entscheidung die korrekte war und ich war die folgenden Stunden von Selbstzweifeln geplagt. Dieser Moment hat mich aber auch insofern geprägt, dass ich seit dem bei Player Management Entscheidungen 3x nachdenke, bevor ich etwas sage. So habe ich aus einem vermeintlichen Fehler gelernt.

Kannst du Anfängern und jungen Talenten ein paar Tipps mit auf den Weg geben?

Wenn ich von Interessierten gefragt werde, wie man Judge wird, empfehle ich immer einen Dreischritt, bevor man sich an die großen Turniere herantraut:

- Rulings und Spielmechaniken lernen
- Ein kleines Ladenturnier judgen, zum Beispiel ein Event der Metropolitan Masters Serie
- Wenn man sich dann bereit fühlt, kann man sich bei AMIGO Organized Play für das Volunteer Programm bewerben

Wichtig ist, dass man sich irgendwann traut. Mit einem Lehrer an der Seite ist dieser Schritt einfacher, da man eine externe Bewertung erhalten kann. Viele junge Talente unterschätzen aber ihre Fähigkeiten und brauchen nicht so lange zögern, wie sie denken. Im kalten Wasser schwimmt man am besten.


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