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Marcos Marin-Galiano – Volunteer Coordinator Pokémon

Das Interview führte Tobias Thesing

Marcos Marin-Galiano

Erzähl ein wenig zu dir: Wer bist du, woher kommst du?

Ich heiße Marcos Marin-Galiano und komme aus Dortmund.

Welche Sammelkartenspiele kennst du gut genug, um sie jetzt auf Anhieb spielen zu können?

Da kommt vermutlich nur Magic: The Gathering in Frage, das ich eine Zeit lang nebenbei gespielt habe.

Bleibt da noch viel Zeit für anderes? Welche anderen Hobbies hast du neben den Sammelkartenspielen?

Neben einem Fulltimejob und einen Haupthobby, das relativ viel Zeit frisst, vor allem natürlich auch an den Wochenenden, bleibt da nicht mehr viel Zeit für andere anstrengende Dinge. Insofern ist alles andere eher etwas entspannender: eine gute Serie schauen, ein gutes Buch lesen und ab und zu mal, wenn die Zeit dafür da ist, eine Runde Poker. Letzteres aber eher so aus Spaß an der Freud und ohne wirkliche Ambitionen.

Können dich unsere Leser auch irgendwo live erleben?

Prinzipiell kann man mich praktisch jede Woche bei der Pokémon-Liga im Auenland in Dortmund erwischen und ansonsten bei vielen Turnieren im Rhein-Ruhr-Raum.

Du hast ja in den vergangenen Jahren schon einiges erreicht als Helfer und Schiedsrichter. Gibt es noch Dinge, die du in Hinsicht auf dieses Sammelkartenspiel erreichen möchtest?

Als Schiedsrichter habe ich nach meinem Engagement als einer der drei Oberschiedsrichter auf der WM eigentlich das Maximum erreicht, das realistisch erreichbar ist. Ich würde sehr gerne mal eine WM mitspielen – mit dem neuen Championship Points-System wird das aber als engagierter Schiedsrichter fast unmöglich.

Was sind die Aufgaben eines Volunteer Coordinators?

Als Coordinator arbeite ich mit den Mentoren und Helfern auf regionaler Ebene zusammen, was ich mit dem Projekt “POP Rhein-Ruhr” ja eh schon gemacht habe. Darüber hinaus gehört es zu meinen Aufgaben, Feedback zum Organized Play Programm zu geben, bestehende Mentoren und Helfer zu evaluieren und an der Planung der großen Championship Events mitzuwirken.

Bist du dann auch direkter Ansprechpartner für alle AMIGO-Helfer, wenn sie Fragen haben oder ihnen etwas auf der Seele liegt?

Zumindest fur die regionalen Helfer, aber auch alle anderen Helfer aus dem Bereich Pokémon dürfen mich gerne bei Problemen ansprechen.

Hast du besonderes Mitspracherecht bei den Planungen von Events und anderen Aktionen von AMIGO?

Ich würde hier weniger von Mitsprache, sondern eher von Beratung sprechen. Als Volunteer Coordinator soll ich mein Feedback geben – im Prinzip muss aber AMIGO selbst entscheiden, wie sie das Organized Play aufziehen wollen. Wobei es bei Pokemon ohnehin nicht viel Raum zur Gestaltung gibt, weil die Turnierserien von der TPCi ja schon ziemlich eindeutig festgelegt sind.

Gibt es bereits Themen, auf die du besonderen Fokus setzen möchtest und von denen du uns hier berichten kannst?

Ein besonderer Fokus meiner Tätigkeit wird die Schiedsrichterentwicklung in Deutschland sein.

Du warst ja schon mehrfach Head Judge. Ist diese Position mit der des Volunteer Coordinators vereinbar?

Ich werde auf den regionalen Turnieren im Rhein-Ruhr-Raum auch weiterhin als Headjudge arbeiten. Auf der deutschen Meisterschaft bin ich ja in den letzten beiden Jahren schon Leiter des Schiedsrichterteams gewesen. Als solcher schaue ich auf die schwerwiegenden Entscheidungen zwar immer noch drauf, aber die Headjudges sind andere.

Werden dich unsere Leser überhaupt noch auf großen Events erleben oder ist der Volunteer Coordinator nur im Hintergrund tätig?

Ja klar werde ich auf der DM wieder mit dabei sein und auch sichtbar und nicht nur hinter dem Bühnenvorhang oder in den Kellergewölben oder so…

Überschneiden sich deine Arbeiten auch mit denen von Daniel, dem anderen Volunteer Coordinator, oder sind das zwei getrennte Bereiche?

Grundsätzlich üben wir die gleiche Funktion aus, nur für zwei unterschiedliche Sammelkartenspiele. Ich bin für Pokemon zuständig und Daniel für das Yu-Gi-Oh TCG.

Erstreckt sich dein Aufgabengebiet auch auf andere von AMIGO betreute Sammelkartenspiele außer Pokémon?

Nein, meine Zeit reicht leider nur für ein Sammelkartenspiel.

Als Volunteer Coordinator musst du dich ja intensiv mit Änderungen in der Turnierplanung auseinander setzen, an denen es ja gerade diese Saison nicht mangelt. Welche der Neuerungen bei Pokémon haben dir besonders zugesagt, und was würdest du dir für die Zukunft noch wünschen?

Ich finde die Idee einer zweiten Regionals-Saison eigentlich ganz gut, allerdings würfelt sie die Planungen zeitlich etwas durcheinander. Man muss dann mal sehen, wie man das spielerfreundlich organisiert bekommt. Die Idee des neuen Championship-Points-Systems ist grundsätzlich ganz nett, weil sie das unter ELO verbreitete Nichtspielen zum Halten des Ratings ausmerzt, und dürfte eher für steigende Teilnehmerzahlen sorgen. Allerdings bin ich von der spezifischen Ausführung alles andere als begeistert, weil Regionen mit vielen und guten Spielern für die dort geleistete Arbeit eigentlich bestraft werden. Ansonsten stehen noch einige weitere Ankündigungen der TPCi an, z.B. was man mit den ebensfalls neu eingeführten Play! Points machen kann, so dass eine abschließende Bewertung sicher noch nicht möglich ist, aber die grundsätzliche Neuorientierung in Richtung “Spielen, spielen, spielen” ist an sich ganz gut.

Du hast in den letzten Jahren maßgeblich dazu beigetragen, dass deine Heimatregion Nordrhein-Westfalen nicht nur gut mit Turnieren versorgt ist, sondern dass diese auch meistens vorbildlich organisiert und gejudged werden. Kannst du anderen Veranstaltern und Spielergemeinschaften Tipps geben, wie sie das Turnierangebot in ihrer Region verbessern können?

Den Spielergemeinschaften kann man nur den Tipp geben: Redet mit euren Läden und zeigt Eigeninitiative! Viele Läden bieten nichts an, weil sie zum einen nicht wissen, dass ein Interesse da ist und zweitens nicht wissen, was sie zu tun haben. Bei beidem kann man ihnen helfen und dann klappt das auch. Den Veranstaltern kann man nur raten: Wenn ihr keinen Mediator habt, redet miteinander und vermeidet Terminkonflikte. Es hilft keinem, wenn man Turniere nah beieinander am gleichen Tag stattfinden lässt. Das splittet die Spielerschaft nur unnötig. Je besser das Spielangebot, desto größer und vor allem auch loyaler wird die Spielerschaft sein.

Möchtest du noch etwas sagen?

Ich möchte noch einen Rat an alle geben, die interessiert an Pokémon sind. Macht nicht die Deutsche Meisterschaft (oder die Österreichische Staatsmeisterschaft) zu eurem ersten Turnier, sondern besucht vorher mal die Einsteigerveranstaltungen wie Ligen oder Battle Road-Turniere. Dort kann man euch alles in einer entspannten Atmosphäre beibringen, was man dann für die großen Turniere braucht.

Vielen Dank für das Interview!


Daniel Müller, Volunteer Coordinator Yu-Gi-Oh! TCG

Das Interview führte Martina Eckloff

Daniel Müller

Erzähl ein wenig zu dir: Wer bist du, woher kommst du?

Ich bin der Daniel, bin mittlerweile 28 Jahre alt und komme aus der Stadt Gera in Thüringen. Seit der zweiten Boosterserie Metal Raiders bin ich beim Yu-Gi-Oh! TCG dabei.

Welche Sammelkartenspiele kennst du gut genug, um sie jetzt auf Anhieb spielen zu können?

Das beschränkt sich eigentlich auf Yu-Gi-Oh! TCG und das Pokémon Sammelkartenspiel. Letzteres habe ich auch erst dieses Jahr gelernt, aber das ist ja glücklicherweise auch nicht so schwer.

Welche anderen Hobbies hast du neben den Sammelkartenspielen?

Ich war vor meiner Selbständigkeit als Koch in der Gastronomie tätig. Da war es leider so, dass ich so gut wie nie an einem Samstag frei hatte, um zu einem Turnier fahren zu können. So habe ich nur Zeit gefunden, zu Hause mit Freunden zu spielen und mich im Internet der Community anzuschließen. Klar muss ich jetzt auch viel arbeiten, aber ich kann mir an den Wochenenden die Zeit nehmen, Turniere in vielen Regionen Deutschlands zu besuchen oder selber zu veranstalten.

Zeit mit Freunden zu verbringen ist etwas, was ich sehr gerne mache. Zusammen was unternehmen, zusammen zu lachen, feiern oder sich einen guten Film anzuschauen, ist sehr spaßig und dient einfach dazu, sich vom stressigen Alltag zu erholen.
Wenn dann auch mal wieder ein gutes Spiel für den PC oder die Wii erscheint, na dann gönn ich mir das auch.

Können dich unsere Leser auch irgendwo live erleben?

Aber sicher. Ich bin sehr oft in Berlin und Leipzig auf Turnieren unterwegs, welche ich zusammen mit anderen Helfern organisiere. Und sobald irgendwo in der Bundesrepublik ein Großevent ansteht, lass ich mir den Spaß nicht entgehen. Ich bin auch immer für ein nettes Gespräch offen, außer ich bin natürlich grad im Stress.

Du hast ja in den vergangenen Jahren schon einiges erreicht als Helfer und Schiedsrichter. Gibt es noch Dinge, die du in Hinsicht auf dieses Sammelkartenspiel erreichen möchtest?

Vielleicht den Hattrick als Oberschiedsrichter auf den Deutschen Meisterschaften.
Ansonsten will ich gern noch vielen jungen Schiedsrichtern mit Rat und Tat zu Verfügung stehen und diesen dabei helfen, ihren Weg zu gehen, damit dieses schöne Hobby auch weiterhin auf viele gute Schiedsrichter bauen kann.

Was sind die Aufgaben eines Volunteer Coordinators?

Ich bin erster Ansprechpartner für alle Mentoren beim Yu-Gi-Oh! TCG, da diese meist noch jung sind und somit auch die eine oder andere Frage haben werden. Aber auch jeder andere AMIGO-Helfer kann mit seinen Problemen und Wünschen an mich treten, denn es wird Themen geben, die man vielleicht nicht sofort mit den AMIGOs bereden möchte.

Außerdem sind wir bei der operativen Planung der großen Events wie der deutschen Yu-Gi-Oh! TCG Meisterschaft dabei.

Ich halte stets meine Augen und Ohren nach neuen Kandidaten für das Mentor- und Helferprogramm offen. Denn es gibt eben auch Menschen, die etwas zurückhaltend sind und vielleicht lieber erst abwarten, bevor sie sich bewerben, obwohl sie ja von den Programmen nur lernen und sich somit stärken können. Dann mache ich eben den ersten Schritt und komme auf sie zu.

Mein stärkstes Thema wird aber die Schiedsrichter-Entwicklung sein. Irgendwann werde auch ich mal zu alt sein oder meine Interessen ändern, und dann will man ja auch guten Gewissens gehen. Aber keine Angst, es wird schon noch etwas dauern, bis es soweit ist.

Hast du besonderes Mitspracherecht bei den Planungen von Events und anderen Aktionen von AMIGO?

Natürlich gibt es Entscheidungen, wo ich einfach nichts mit zu tun habe. Sobald ich zu etwas gefragt werde, gebe ich gerne meine Meinung dazu. Bei den Fragen „wann“ und „wo“ wird dies wohl eher nicht passieren. Aber bei allen anderen Sachen, wie beispielsweise Staff-Planung, Ablauf etc.. kann ja jede Erfahrung nicht schaden.

Das klingt, als ob man es sich nicht zu sehr mit dir verscherzen sollte. Womit kann man dich auf die Palme bringen?

Wenn es am Vorabend des Events nur Säfte aufs Haus gibt.
Nein, aber ich bin mir im Klaren, dass die AMIGOs die Chefs sind. Ich freue mich sehr darüber, dass sie so viel Wert auf meine Meinung legen, denn so kann ich meine Erfahrung gezielt mit Einbringen, was am Ende unserem Hobby nur zu Gute kommt. Wenn ich mal einen Vorschlag habe und der dann nicht angewandt wird, dann ist das für mich eben auch ok.

Gibt es bereits Themen, auf die du besonderen Fokus setzen möchtest und von denen du uns hier berichten kannst?

Die Förderung des Nachwuchses, also jungen Helfern und Mentoren, will ich so stark wie möglich ausbauen. Denn, wie uns der Fußball schon zeigt, sind diese die Zukunft, damit wir auch zukünftig qualitativ so hochwertige Turniere absolvieren können.

Du warst ja schon mehrfach Headjudge. Ist diese Position mit der des Volunteer Coordinators vereinbar?

Also durch meine vielen Einsätze als Headjudge habe ich mir erst die benötigten Erfahrungen für diesen Posten gesammelt. Je größer die Events werden, umso schwieriger wird es natürlich, den Posten des Oberschiedsrichters und Judge Leads zusammen zu erledigen. Auf einer deutschen Meisterschaft werde ich wohl nicht noch mal der Headjudge sein, aber ich habe natürlich auch schon einen würdigen Nachfolger. Aber wen, das verrate ich nicht.

Werden dich unsere Leser überhaupt noch auf großen Events erleben oder ist der Volunteer Coordinator nur im Hintergrund tätig?

Natürlich werde ich nach wie vor auf den großen Events dabei sein. Die sind ja mit das Schönste am gesamten „Schiedsrichter sein“. Die Schiedsrichter wollen ja auch eine Bewertung ihrer Tätigkeiten. Zum Beispiel möchten sie wissen, wie sie die eine oder andere Situation besser hätten auflösen können. Ich werde nach wie vor da sein, aber eben keine Regelfragen mehr beantworten. Für Allgemeines oder ein herzliches „Hallo“ steh ich immer noch gern zur Verfügung.

Überschneiden sich deine Arbeiten auch mit denen von Marcos, dem anderen Volunteer-Coordinator, oder sind das zwei getrennte Bereiche?

Er ist im Prinzip ich bei Pokémon. Ich kenne zwar den einen oder anderen Pokémon-Schiedsrichter, aber es gehört ja eben auch etwas mehr dazu, um diese Position im jeweiligen Spiel zu besetzen. Aber wir werden uns bei Meetings immer auch sehen, da sich unsere Positionen schon sehr ähneln und jeder seine Ideen bei der Programmgestaltung einbringen kann.

Du warst ja auch schon als Helfer bei Pokemon-Veranstaltungen, die sich ja doch von Yu-Gi-Oh! TCG-Veranstaltungen unterscheiden. Hast du dort Erfahrungen sammeln können, die dir nun helfen werden?

Eins ist Fakt, und zwar, dass man nie auslernen wird. Gerade, weil sich das Spiel und die Turniere etwas unterscheiden, sieht man da manches Neues, was man vielleicht auch bei den Yu-Gi-Oh! TCG Turnieren testen könnte. Und die Juniors sind ja auch einfach nur zum Knuddeln.

International warst du ja auch schon auf einigen Events. Hast du dort nun auch mehr Aufgaben?

Zum Glück nicht. Soll ja auch nicht mein Hauptberuf werden. Die internationalen Turniere werden von KONAMI veranstaltet, dass Volunteer-Programm ist aber ein AMIGO-Programm. Da ich einen Großteil der deutschen Schiedsrichter kenne und deren Leistungen beurteilen kann, steh ich gern mit Ratschlägen zur Seite, aber eine verbindliche Mehrarbeit meinerseits bringt mein neuer Posten international nicht mit sich.

Möchtest du noch etwas sagen?

Ich freue mich riesig, noch mehr Input in unser Hobby zu stecken, damit wir auch in ein paar Jahren noch auf einfach geile Megaevents fahren können und unvergessliche Wochenenden zusammen erleben.

Wer die Lust verspürt, auch in irgendeiner Weise dabei zu helfen, der soll sich einfach mal bei AMIGO bewerben. Wir sind alle nett und freuen sich über jedes junge Talent, das den Weg zu uns findet.

Und sprecht mich auf Turnieren gerne an.

Vielen Dank für das Interview!


Wie werde ich AMIGO Volunteer?

AMIGO Volunteer Community

Du spielst leidenschaftlich gerne Sammelkartenspiele, steckst andere mit dieser Leidenschaft an und hast Spaß an der Durchführung von Turnieren? Du bist mindestens 16 Jahre alt und kennst dich bestens mit deinem Lieblingssammelkartenspiel aus? Dann unterstütze als Mentor das lokale Organized Play in deinem Shop oder in deiner Region!

Als ehrenamtlicher Mentor bist du Ansprechpartner für einen von dir betreuten Partner Store und betreust deine eigene Spieler-Community. Du unterstützt die Turniere vor Ort oder führst diese eigenverantwortlich durch, agierst selbst als Schiedsrichter oder machst dich aktiv an die Suche nach einem geeigneten Kandidaten. Dazu erklärst du Interessenten das Spiel und hilfst Neueinsteigern bei ihren ersten Schritten im Organized Play.

Die Voraussetzungen zur Bewerbung als Mentor sind:

  • Du bist mindestens 16 Jahre alt
  • Du besitzt vertiefte Kenntnisse in mindestens einem Sammelkartenspiel
  • Du möchtest ehrenamtlich und regelmäßig ein oder mehrere ausgewählte Sammelkartenspiele betreuen (eine Kompensation seitens AMIGO erfolgt nicht)
  • Der von dir betreute Shop ist Kunde von AMIGO Spiel + Freizeit GmbH
  • Deine Bewerbung wird in Absprache mit dem genannten Shop beurteilt. Pro Shop ist je Spiel ein Mentor möglich.
  • .
    AMIGO unterstützt den Shop bei Einsatz eines Mentors:

  • Alle Mentoren werden auf myOrganizedPlay.de mit vollem Namen und Kontaktadresse des Shops als Ansprechpartner für die jeweiligen Spiele veröffentlicht
  • AMIGO stellt dem Shop für die Durchführung von Demoaktivitäten Arbeitsmaterial zur Verfügung (Mentor Shirt, Demodecks etc.)
  • Unterstützte Demos müssen regelmäßig vom Shop bzw. dem verantwortlichen Mentor reportet werden
  • Als Mentor erhältst du Zugriff auf das AMIGO Helferforum und kannst dich mit anderen Helfern austauschen. Außerdem gehörst du damit automatisch zu unserem Nachwuchspool für die AMIGO Volunteer Community.
  • .
    Du hast Interesse? Wir freuen uns auf deine Bewerbung!

    Dein AMIGO Organized Play Team


    Die SPIEL’2011 ist vorrüber

    Zum Abschluss unserer Coverage zu den Internationalen Spieletagen SPIEL’11 gibt es hier noch ein letztes Bild…

    SPIEL 2011

    Wir freuen uns auf die nächsten AMIGO Events in 2012!


    Ein Dank an alle Helfer

    Die SPIEL 2011 ist vorbei und damit liegt ein weiteres erfolgreiches Event hinter uns. Tausende Demos und zahlreiche Side-Events für Pokémon, Yu-Gi-Oh! TCG und World of Warcraft TCG, ein spannender Metropolitan Masters – The Grinder und mit die größte Battle Road dieser Saison haben diese vier Tage zu einem unvergesslichen Erlebnis für viele von euch und auch für uns gemacht. All das wäre nicht möglich gewesen ohne unser großartiges Team aus Demonstratoren und Organized Play Helfern!

    Unser Demoteam
    Unser Demoteam unter der Teamleitung von Karen (in rot).

    Unsere OP Helfer
    Unsere Helfer Mario, Christian, Moritz und Ingo zusammen mit OP Assistant Lisa Böttinger.

    Unser Coverage Schreiber
    Unser Coverage Schreiber Dennis Jenz, der am Samstag die Metropolitan Masters Coverage durchgeführt hat.

    Unser WoW Team
    Unsere WoW Demonstratorinnen Katharina und Laurissa zusammen mit OP Manager Thorsten Wanek und OP Coordinator Sebastian Matthies.

    Unser Deutscher WoW Meister
    Und zum Abschluss der Deutsche World of Warcraft TCG Meister Roman Carbalo Perez, der am Samstag Challenge the Champion Spiele bestritten hat.

    Vielen Dank!


    Platzierungen der Pokémon Battle Road

    Junior Division Senior Division Masters Division
    1. Nathaniel Y.
    2. Pia Jasmin S.
    3. Amy C.
    4. Nathalie B.
    5. Daniel L.
    6. Michael M.
    7. Anthony T.
    1. Gabor van M.
    2. Laurens van B.
    3. Fabian S.
    4. Philip S.
    5. Can Lukas B.
    6. Philip S.
    7. Isabelle Y.
    8. Davor van M.
    9. Marvin von H.
    10. Tom C.
    11. Timo G.
    1. Robin G.
    2. Tim van H.
    3. Steven M.
    4. Tobias T.
    5. Richard C.
    6. Stephanie L.
    7. Nico A.
    8. Paul S.
    9. Ute K.
    10. Mees B.
    11. Alexey Y.
    12. Kay L.
    13. Firat B.
    14. Karin L.
    15. David K.
    16. Sebastian K.
    17. Georg W.
    18. Andreas M.
    19. Anna van B.


    Interview mit Moritz Greiwe, Head Judge The Grinder

    Zum Auftakt der Berichterstattung zum Metropolitan Masters – The Grinder hat unser Redakteur Dennis Jenz ein Interview mit dem Head Judge Moritz Greiwe geführt, der dieses Turnier am Wochenende auf der SPIEL’11 leiten wird.

    Moritz Greiwe

    Stell dich doch mal vor!

    Mein Name ist Moritz „Chironomus“ Greiwe, ich bin derzeit 24 Jahre alt und studiere Englisch und katholische Theologie an der Uni Osnabrück. Mein Ziel ist es, Grundschullehrer zu werden. Nebenbei verdiene ich mir ein Zubrot, indem ich als Kellner und Barkeeper arbeite.

    Wo kann man dich denn in Aktion erleben?

    Da es in meiner Heimatstadt Emsdetten keinen Kartenladen gibt, fahre ich zum Zocken in den Comic-Planet der Nachbarstadt Rheine oder in die Filiale nach Münster. Dort judge ich auch regelmäßig und helfe bei der Turnierorganisation.

    Wann und wie hast du mit dem Judgen angefangen?

    Ich bin noch gar nicht so lange dabei. Mein erstes „richtiges“ Event waren die Yu-Gi-Oh! German Nationals 2010. Seitdem habe ich aber eine kurze und steile „Karriere“ hingelegt und viel gelernt und auch weitergegeben.

    Hattest du Vorbilder?

    Prinzipiell sehe ich jeden Judge als Vorbild, dessen Fähigkeiten den meinen überlegen sind. Ich habe aber zwei besondere Vorbilder: Auf der einen Seite gibt es da Maik „yomifrog“ Schewe, der mir die Feinheiten der Spielmechaniken und somit die Theorie des Judgens beigebracht hat. Auf der anderen Seite ist da mein „Judge-Papa“ Daniel „Videoday“ Müller, von dem ich die Praxis gelernt habe. Beiden bin ich ewig zu Dank verpflichtet.

    Jetzt haben von den „alten Hasen“ ja ein paar aufgehört und die „Junge Garde“ – zu der du ja gehörst – muss nachrücken. Wie bewertest du die Situation?

    Das Problem ist, dass die hohen Positionen auf Events neu besetzt werden müssen und andere Judges nachrücken müssen. Ein Event in der Größe von 100 Spielern zu leiten, bekomme ich ja noch hin, aber ich möchte noch mehr Erfahrung sammeln, bevor ich auf einem Event in der Größe der Nationals den Posten des Head Judges einzunehmen bereit bin. Ich werde aber weiter üben, um ggf. auf den nächsten Nationals einen höheren Posten zu besetzen. Mir wäre dennoch wichtig, dass die fähigsten Leute die hohen Posten besetzen, wenn sie dafür besser geeignet sind als ich.

    Was waren die bisherigen Höhepunkte deiner Karriere?

    Ich erachte jeden noch so kleinen Posten, den ich auf einem Event besetze, als kleinen Höhepunkt. Da ich sehr bescheiden bin, bin ich schon glücklich, wenn ich einfach auf dem Floor stehen und Regelfragen beantworten darf. Ich brauche also keinen hohen Posten zu bekleiden, um ein Event als persönliches Highlight zu bezeichnen.

    Was reizt dich an deinem Job?

    Als Judge macht man quasi sein Hobby zum “Beruf”. Ich mag das Spiel mit allen Feinheiten und Schwierigkeiten. Diese Begeisterung möchte ich gerne an andere Spieler weitergeben, indem ich den Spielern auf einem Event durch das Garantieren eines reibungslosen Ablaufes ein schönes Spiel gewährleiste. Außerdem konnte ich mir mit meinen mittelmäßigen Spielerfähigkeiten nie den Namen machen, den ich mir als Judge gemacht habe. Daher bereue ich es kein bisschen, den Schritt vom Spieler zum Judge gemacht zu haben.

    Was ist beim Judgen besonders schwierig?

    Die Arbeit eines Judges beläuft sich nicht nur auf das Auswendiglernen von Rulings. Ein großer Teilbereich ist das Player Management, bei dem es darum geht, Streitigkeiten unter Spielern beizulegen und eine konstruktive Lösung und/oder Spielstrafen zu finden. Dies ist oft schwierig, da am Ende eines Streits immer zu Ungunsten eines der beiden Spieler entschieden werden muss und der Judge am Ende immer der “Böse” ist. Dass es für diesen Teilbereich des Jobs auch keinen konkreten Leitfaden gibt, macht die Sache nicht gerade einfacher. Man muss hier immer nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden, was oft komplizierter werden kann, als es klingt.

    Bereitest du dich speziell auf ein Turnier vor?

    Natürlich. Ich halte mich immer auf dem Laufenden was Rulings etc. betrifft. Wichtiger als die Vorbereitung auf ein Event erachte ich aber die Nachbearbeitung eines Events. Nach einem Event sollte ein Judge das Turnier rekapitulieren und schauen, was gut und was weniger gut lief. Er sollte sich seine Aussagen und Entscheidungen noch einmal durch den Kopf gehen lassen und Kritik an sich selber üben. Des weiteren sollte man sich nachher in Karten und Spielmechaniken einlesen, bei denen man auf einem Event Schwierigkeiten hatte. Man lernt somit aus seinen eigenen Fehlern und ist somit gewappnet für kommende Turniere. Die Nachbereitung eines vergangenen Events trägt somit für die Vorbereitung eines kommenden Events bei.

    Was machst du, wenn du mal nicht weiter weißt?

    Auch bestes Wissen und Gewissen kommt irgendwann mal an eine Grenze und man weiß nicht weiter. Das passiert auch den Besten. Ein Gütekriterium eines Judges ist es, seine eigenen Grenzen zu kennen und sich eingestehen zu können, wenn man mal nicht weiter weiß. Es ist keine Schande, in so einem Fall andere Judges nach einer zweiten Meinung zu fragen, im Gegenteil: Es ist höchst unprofessionell, sich eine Antwort auf eine Regelfrage oder eines Streits zusammen zu stammeln, wenn man sich nicht sicher ist. Geratene Antworten helfen den Spielern nicht und können das Turnier schädigen. Daher ist es mir wichtig, kompetente Kollegen zu haben, mit denen ich ggf. Rücksprache halten kann.

    Was war die schwierigste Entscheidung, die du jemals treffen musstest?

    Daran erinnere ich mich leider noch gut. Es war auf dem Austrian Championship Weekend 2011. Ich musste eine Player Management Entscheidung zu Ungunsten eines Kindes treffen, welches darauf bitterlich aufgelöst war. Nachdem ich nach dem Match mit dem Vater des Kindes Rücksprache gehalten habe, war ich mir gar nicht mehr so sicher, ob meine Entscheidung die korrekte war und ich war die folgenden Stunden von Selbstzweifeln geplagt. Dieser Moment hat mich aber auch insofern geprägt, dass ich seit dem bei Player Management Entscheidungen 3x nachdenke, bevor ich etwas sage. So habe ich aus einem vermeintlichen Fehler gelernt.

    Kannst du Anfängern und jungen Talenten ein paar Tipps mit auf den Weg geben?

    Wenn ich von Interessierten gefragt werde, wie man Judge wird, empfehle ich immer einen Dreischritt, bevor man sich an die großen Turniere herantraut:

    - Rulings und Spielmechaniken lernen
    - Ein kleines Ladenturnier judgen, zum Beispiel ein Event der Metropolitan Masters Serie
    - Wenn man sich dann bereit fühlt, kann man sich bei AMIGO Organized Play für das Volunteer Programm bewerben

    Wichtig ist, dass man sich irgendwann traut. Mit einem Lehrer an der Seite ist dieser Schritt einfacher, da man eine externe Bewertung erhalten kann. Viele junge Talente unterschätzen aber ihre Fähigkeiten und brauchen nicht so lange zögern, wie sie denken. Im kalten Wasser schwimmt man am besten.


    Coverage-Team der SPIEL 2011

    Auf den Internationalen Spieletagen SPIEL 2011 werden wir euch neben einem umfangreichen Programm an Demos, Ligaspiel, Sealed Deck und Constructed Turnieren auch wieder eine Messe-Coverage bieten, hierfür wird euch unsere Organized Play Assistentin Lisa Böttinger mit allen Fakten zur Messe versorgen. Zusätzlich wird am Samstag unserer Redakteur Dennis Jenz eine Live-Coverage zum Metropolitan Masters – The Grinder durchführen und euch mit Deck Featured, Featured Matches, Podcasts uvm. auf dem Laufenden halten!

    Hier möchten wir euch die beiden kurz vorstellen:

    Lisa Böttinger | Organized Play Team Dennis Jenz | Coverage & Redaktion
    Lisa Böttinger

    Hallo, ich bin seit dem 01.08.11 die neue Organized Play Assistentin bei Amigo. Ich kümmere mich vor allem um die Hotline des Sammelkartenspielbereichs und betreue die Geschäfte bei Fragen rund um Liga / Turniere, etc. In meiner Freizeit spiele ich gerne das Pokémon Sammelkartenspiel, neuerdings auch Yu-Gi-Oh! oder WoW. Ich interessiere mich aber auch für die verschiedensten Brettspiele oder Spielekonsolen. Ansonsten gehe ich sehr gerne ins Schwimmbad oder verbringe meine Zeit mit guten DVDs oder Büchern.

    Dennis Jenz

    Ich bin Dennis. Wenn ich in meiner Freizeit nicht gerade schwimme, inline-skate oder koche, spiele ich Yu-Gi-Oh! TCG. Ich liebe das temporeiche Spiel und den Nervenkitzel, dass jede einzelne Karte ein komplettes Spiel noch einmal herumreißen kann. Als angehender Lehrer für die Fächer Mathematik und Chemie ist es mir ein besonderes Anliegen, Spielern ein wenig zu helfen und ihnen neue Möglichkeiten aufzuzeigen. Daher schreibe ich Artikel und bin bei großen Veranstaltungen für Euch live dabei.


    Metropolitan Masters am Samstag 22. Oktober

    Metropolitan Masters

    Am Samstag findet auf der SPIEL die große Entscheidung zur Auswahl des Deutsch-Österreichischen Teams statt, welches uns im Wettkampf mit der Schweiz im Frühjahr 2012 in Zürich vertritt. Insgesamt 32 Teilnehmer sind auf dem Grinder zugelassen und so mancher Spieler darf sich über einen der heißbegehrten Nachrückplätze und tolle und sehr exklusive Preise freuen. Die besten vier Spieler des Tages (nach 5 Runden Swiss und Top 8 KO-Runden) erhalten Flug, Unterkunft und Verpflegung während des zweitägigen Metropolitan Masters – The Showdown Wochenendes in der Schweiz!

    Alle Infos zu den Metropolitan Masters findet ihr unter www.metropolitanmasters.de!

    Außerdem versorgt unser Redakteur Dennis Jens (u.a. bekannt durch seine Coverages zur Deutschen Meisterschaft 2010 & 2011 und zur Österreichischen Staatsmeisterschaft 2011) euch mit einer umfangreichen Live-Coverage hier auf dieser Seite. Also bleibt dran und fiebert mit, wenn sich das Schicksal entscheidet und das Deutsch-Österreichische Team nach vorne tritt!


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