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Der Abschluss eines Zyklus im Pokémon-Sammelkartenspiel ist etwas, das wir nur selten erleben. Die aktuelle XY-Generation gibt es seit drei Jahren und sie umfasst nun insgesamt 12 Erweiterungen, also weit über 1000 verschiedene Karten. Dabei hebt sich die letzte Erweiterung eines Zyklus traditionell von anderen ab: Legendary Treasures enthielt zum Beispiel Reprints vieler beliebter Pokémon-EX aus der fünften Generation. Im Pokémon-Jubiläumsjahr 2016 ist Evolution die letzte Erweiterung vor der nächsten Generation mit Sonne und Mond.

GlurakDiesmal gibt es jedoch nicht nur einfache Reprints, sondern an das aktuelle Format angepasste Neuauflagen von einigen der allerersten Karten im Retro-Design. Dazu kommen ein paar neue Pokémon-EX, alle basierend auf den ersten 151 Pokémon. Holo-Basis-Energiekarten aller neun Typen im Oldschool-Look sowie ein paar lustige Bonuskarten runden das Ganze ab.

Für Sammler und Fans der ersten Stunde ist Evolution also ein wahrer Traum, doch wie sieht es für Turnierspieler aus? Zeit, uns einige Highlights der neusten Erweiterung anzuschauen.

Fangen wir mit einem altbekannten Käferpokémon an – Bibor profitiert wie schon oft zuvor davon, wenn viele seiner Artgenossen im Spiel sind. Für zwei Energien fügt es einem beliebigen gegnerischen Pokémon pro Bibor 40 Schadenspunkte zu, also maximal 160. Natürlich ist es nicht ganz einfach, einen ganzen Schwarm von Phase-2-Pokémon aufzubauen, doch der Wald der großen Gewächse aus Ewiger Anfang sollte hierbei eine große Hilfe sein.

LektrobalAuch Rattfratz ist spätestens seit Pokémon GO nicht gerade für seine Seltenheit bekannt. Dennoch kann es enorm nützlich sein, denn seine Fähigkeit bietet eine im Standard-Format dringend gesuchte Möglichkeit, gegnerische Pokémon-Ausrüstungen loszuwerden. Auch seine Entwicklung Rattikarl kann unter Umständen ganz schön austeilen, und zwar mit 60 Schaden pro Spezial-Energie im gegnerischen Ablagestapel. Zudem solltet ihr nicht vergessen, dass es seit TURBOfieber auch ein ganz brauchbares Rattikarl TURBO gibt.

Etwas speziell, aber umso interessanter ist Lektrobal. Wie man es von ihm erwarten würde, kann es sich in die Luft jagen und dadurch Energie erzeugen – oder um es in Spielmechaniken auszudrücken, es knockt sich selbst aus und legt sich als doppelte Elektro-Energie an eines eurer Elektro-Pokémon.

Vulnona-TURBOWer sich etwas konservativer mit Energiekarten versorgen will, ist mit dem neuen Starmie gut beraten. Pro Zug nimmt es auf Kosten einer beliebigen Handkarte zwei Basis-Energien aus dem Ablagestapel auf die Hand, worüber sich besonders Quajutsu-Decks sehr freuen dürften. Das eher situationsabhängige Starmie TURBO macht dem beliebten Ninjafrosch hingegen eher Angst, denn für nur eine Energie fügt es allen TURBO-Pokémon des Gegners gleichzeitig 100 Schadenspunkte zu.

Zuletzt sieht auch Vulnona vielversprechend aus. Seine erste Attacke kann ein gegnerisches Pokémon nach vorne ziehen und direkt dort festhalten, was es in dieser Kombination nur selten gibt. Auch der Schadensoutput ist definitiv nicht schlecht. Vulnona TURBO heizt sogar noch mehr ein, mit 60 Schaden pro abgeworfener Feuer-Energie kann es auch problemlos die meisten Pokémon-EX niederbrennen.

Mewtu-EXDamit wären wir dann auch bei ebendiesen angelangt. Hervorzuheben ist dabei – wie könnte es in einer Erweiterung wie dieser auch anders sein – zuerst einmal Mewtu-EX. Es verfügt über drei Attacken, von denen vor allem die ersten beiden in bestimmten Situationen durchaus praktisch sein können. Alleine lohnt es sich zwar kaum, den legendären Genmutanten zu spielen, doch die mögliche Mega-Entwicklung zu M Mewtu-EX aus TURBOstart kann definitiv überzeugen.

Dragoran-EXAuch Dragoran-EX ist nicht wegen seines Schadens interessant, sondern spielt eine eher unterstützende Rolle. Beim Ausspielen holt es zwei Basis-Pokémon vom Ablagestapel auf die Hand zurück. Damit verpasst es Decks, die ihre Bank in jeder Situation möglichst schnell nachfüllen wollen – wie z. B. M Rayquaza-EX aus Drachenleuchten und M Guardevoir-EX aus Dampfkessel – einen ordentlichen Schub.

Evolution enthält auch Neuauflagen der allerersten Mega-Pokémon-Karten, nämlich M Bisaflor-EX, M Glurak-EX und M Turtok-EX. Im Unterschied zu damals verfügen sie nun auch alle über einen eigenen Geistesbund, was sie wesentlich spielbarer macht.

GeistesbundNoch viele andere Trainerkarten im Retro-Look sind dabei, spielerisch neu ist aber nur Brock’s Grit. Diese Unterstützerkarte mischt eine beliebige Kombination aus sechs Pokémon und Basis-Energiekarten aus dem Ablagestapel zurück ins Deck. Damit wird der allererste Arenaleiter wohl in einigen Decks die Super-Angel ablösen, da er im Zusammenhang mit dem Kampffahnder wesentlich gezielter eingesetzt werden kann.

Mit Evolution feiern wir das zwanzigjährige Jubiläum von Pokémon und erhalten ein wenig von dem Feeling der ersten Karten, die damals noch auf Schulhöfen die Runde gemacht haben. Am letzten Wochenende haben bereits zahlreiche deutsche Prerelease-Turniere stattgefunden, und auf den Release-Turnieren an diesem Wochenende gibt es noch eine weitere Gelegenheit, zusammen mit Freunden die letzte XY-Eweiterung zu entdecken.

Tobias Thesing

 

 

 

 

 

 

 

 

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