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Am 29. Juli war es soweit, die ersten beiden Sets des Grimm-Zyklus kamen offiziell in Deutschland und Österreich an. Zeit für ein kleines Resumé der letzten Wochen.
An den vier folgenden Wochenenden – am 01./02. ; 08./09. ; 15./16. sowie 22./23. August – gab es (und gibt es noch) zahlreiche Release-Events mit denen man seine Neugier nun endlich befriedigen konnte. Im Rahmen dieses Artikels wollen wir auf das erste Force of Will TCG Turnier im Mage Store in Düsseldorf zurückblicken.

FoWRel01Am 01. August durfte konnte also zum ersten Mal in die Welt der Fabeln, Legenden und Märchen eintauchen. Elf begeisterte Spieler hatten sich eingefunden um dies gebührend zu feiern. Einige waren vorbereitet und hatten sich schon sorgfältig mit dem neuen TCG auseinander gesetzt. Andere warteten gespannt darauf, das erste Mal die neuen Karten in den Händen zu halten.
Ausgehändigt wurden jeweils ein Starterdeck nach Wahl (Schneewittchen vs. Lumia oder Dracula vs. Alice) sowie zwei Booster aus den aktuellen Sets, mit denen man sein Deck optimieren konnte.
Rares und Super Rares, Foil und Non-Foil wurden aus den Boostern befreit und die Decks damit gestärkt. Besonderes Augenmerk wurde nicht nur auf die tollen Illustrationen und Bilder gelegt, auch die Rückseite der Karten ließ staunen. Begeisterung mischte sich im Raum mit der Aufregung und der Siegeslust der Teilnehmer. Nach einer halben Stunde Grübeln und Prüfen ging es dann in die ersten Runden.
Ich selbst durfte auch teilnehmen. Meine Wahl fiel auf den Dracula Starter. Aus den Boostern konnte ich mein Finsternis / Wasser-Deck mit einem Rattenfänger von Hameln, dem Rießen-Flachwasserdelfin, der Kürbishexe und einigen kleineren Karten füllen. Über vier Runden hinweg musste ich gegen zwei Schneewittchen-Decks antreten sowie zwei Mirror-Matches bestreiten.

FoWRel02Mit einem Draw, zwei Siegen und einem verlorenem Match konnte ich Platz vier erspielen. Mirror Matches waren dank des geringen Kartenpools etwas langwierig und sehr vorhersehbar. Nur die eingemischten Karten aus den Boostern ließen etwas Abwechslung zu. Ich bin sehr gespannt auf das kommende Constructed-Format. Jeder Herrscher hat seine Vor- und Nachteile, jede der fünf Farben ihre eigenen Eigenschaften, wobei die Farbe des Windes – Grün – leider nicht in den Startern vorhanden ist. Interessant war, dass viele Matches in einem Draw endeten. 60 Minuten waren teilweise knapp, teilweise großzügig bemessen. Manche Matches hatten ihre erste Runde gerade erst beendet, andere waren schon länger fertig als die Zeit ablief. Beide Starter-Decks sind als relativ gleichstark zu behandeln. Jedes Deck gleicht sich durch das Vorhandensein der jeweilig anderen Farbe sehr gut aus. So war das Dracula-Deck durch das Element der Finsternis auf schnelle Angriffe und und aggressives Spielverhalten getrimmt. Das Wasser-Deck glich das Ganze durch seinen Karten-Draw und seine Verteidigung gut aus. Was mir sehr gut gefällt ist, dass Commons als auch Rares in dem neuen TCG relativ gleichwertig sind, was das Spiel sehr spaßig und ausgewogen erscheinen lässt.
Tobias E. konnte sich als Gewinner des Turnieres durchsetzen und erhielt eine wunderschöne Kaguya-Playmat. Trotzdem gingen alle anderen nicht leer aus. Eine Full-Art-Promo des Kaiser mit neuen Kleidern durften die ersten acht Teilnehmer mitnehmen, sowie alle Spieler ein Poster des neuen TCG.

FoWRel03Florian R., ein Spieler der extra aus Köln anreiste, gab mir ein kleines Interview und erzählte von seinen Eindrücken: „Einige Spieler hatten schon Kenntnisse in Sachen Trading Cards, weswegen eine detaillierte Einführung in das neue Spiel nicht nötig war. Es wurden 4 Runden gespielt mit je 60 Minuten Zeit, wovon jede Runde ins Timeout ging, da auch einige Regelfragen aufkamen und auch öfters diskutiert wurde. Die erste Runde ging sogar mit drei Draws und nur einem
entschiedenem Match aus. Ich selbst hatte 1 Sieg und 3 Draws, wobei fast jedes Spiel zum Release ein Mirrormatch war. Natürlich auch vorhersehbar bei zwei Startern. Für mich weist das Spiel viele Gemeinsamkeiten mit anderen bekannten Sammelkartenspielen auf. An dem neuen Force of Will TCG fasziniert mich die Komplexität und dass man eben auch im gegnerischen Zug reagieren kann. Somit sind überraschendere Züge und schnelle Wendungen öfters gegeben. Es macht das Spiel wesentlich interessanter, da man nie sicher weiß ob einem doch der Gegner dazwischen funkt. Ich selbst werde das Spiel auf jeden Fall weiterspielen und will sehen wie es sich entwickelt. Ich sehe großes Potenzial in diesem Spiel!“

Ich persönlich finde das neue TCG sehr aufregend. Viele beliebte Mechaniken wurden aus diversen Spielen genommen und zu einem völlig neuen Spiel zusammengefügt. Das Flippen des Herrschers, um ihn später noch intensiver in den Spielverlauf einbringen zu können, verschiedene Fähigkeiten und Sofort-Sprüche machen das Spiel lebendig und lineare Abläufe sind somit sehr unwahrscheinlich. Jedes Match ist anders und muss anders behandelt werden. Persönlich finde ich die Unbegrenztheit des Spieles am Besten. Die Anzahl der Karten, der Resonatoren auf dem Feld, Ausrüstungsgegenstände oder Spielfelder sind nicht limitiert, womit sich eine große Vielfalt entwickeln kann. 4000 Lebenspunkte sind nicht zu knapp bemessen, aber auch relativ gut zu besiegen.
Ein strategisch tolles Spiel, mit ebenso großartigen Artworks, wird nicht nur erfahrene, sondern auch neue Spieler in seinen Bann ziehen können. Vielleicht hast du dich auch schon im Pfefferkuchenhaus verloren oder stehst unter der Hypnose des Rattenfängers? Falls nicht, lasse dich doch einfach mal auf dieses neue und spannende TCG ein und tauche hinab in eine neue Welt!

Miriam Scheer

Miriam Scheer

 

 

 

 

 

 

 

 

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