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Schon seit dem 10. Juli und noch bis zum 14. August läuft die AMIGO Reisespielaktion, bei der ihr jeden Freitag auf Facebook „Ich packe meinen Koffer“ spielt und eines der vielen Kartenspiele aus dem Hause AMIGO gewinnen könnt. Auch ich kannte nicht alle Spiele, die dort präsentiert werden, und durfte sie daher genauer unter die Lupe nehmen. In diesem Artikel stelle ich sie nicht nur vor, sondern gebe euch außerdem Tipps mit, wo bzw. in welcher Form sie im Urlaub oder in den Ferien besonders geeignet sind!

SOLO

Ich_packe_meinen_Koffer_SOLO_504x504pxDie Spielidee, auf der SOLO basiert, kennt bestimmt jeder: Es handelt sich um eine Mau-Mau-Variante mit spektakulären Aktionskarten, die den Spielverlauf auf den Kopf stellen können. Wer Mau-Mau, oder den anderen Ableger UNO, nicht kennt, für den erkläre ich das Spielprinzip in einem einzigen Satz: Ziel des Spiels ist es, alle Karten aus seiner Hand abzulegen.

Sobald man an der Reihe ist, muss man eine passende Karte abwerfen: Passend bedeutet entweder eine Karte derselben Farbe oder mit demselben Wert – oder eine entsprechende Aktionskarte, darunter z.B. Aussetzen und Richtungswechsel. Noch spannender wird das Spiel dadurch, dass es Aktionskarten gibt, die die Spieler ihre Karten tauschen lassen – besonders ärgerlich natürlich, wenn man selbst nur noch eine oder zwei Karten übrig hatte und nun eine ganze Hand voll von einem Mitspieler bekommt!

Ebenso kann das Zwischenwerfen ein Spiel maßgeblich beeinflussen: Hat man eine identische Karte wie die oberste auf dem Ablagestapel auf der Hand, darf man diese sofort abwerfen und das Spiel geht von dort aus weiter. So kann man verloren geglaubte Spiele vielleicht noch retten, um am Ende selbst zu gewinnen oder einfach nur den Sieg eines bestimmten Mitspielers zu verhindern.

Fazit: SOLO ist Mau-Mau mit noch mehr Action als das Original und damit ideal für viele Spieler – z.B. in einer großen abendlichen Spielerunde oder wenn man sich am Baggersee oder im Freibad mit vielen Freunden trifft. Hauptsache, man ist nicht solo.

 

Biberbande

Ich_packe_meinen_Koffer_Biberbande_504x504pxSchon mal einem Biber (nicht Justin Bieber) im echten Leben begegnet? Nein?! Dann probiert doch einfach mal das Spiel Biberbande aus! Hier gilt es, mit den vier verdeckten Karten, die man vor sich liegen hat, am Ende eines Durchgangs eine möglichst geringe Summe zu erzielen. Doch Vorsicht: Man darf selbst nicht alle eigenen Karten ansehen und kennt natürlich auch die meisten Karten der Gegner nicht.

Zu Beginn erhält jeder vier verdeckte Karten. Die beiden Äußeren darf man sich ansehen. Danach hat man reihum jeweils zwei Möglichkeiten, seinen Zug zu machen: Entweder man nimmt sich die oberste Karte des offenen Ablagestapels und tauscht sie mit einer seiner verdeckten Karten aus oder man nimmt die oberste Karte des verdeckten Zugstapels und kann diese entweder abwerfen, mit einer seiner eigenen Karten tauschen oder, falls es eine Sonderkarte ist, deren spezielle Aktion nutzen.

Davon gibt es drei Arten: Tauschen lässt einen eine Karte gegen eine eines Mitspielers verdeckt austauschen, mit Spähen darf man eine seiner Karten ansehen und Zweimal ziehen bekommt man mehr Optionen, mit dem Zugstapel zu interagieren. Jeder Einsatz sollte aber gut überlegt sein, denn aufgrund der Tatsache, dass man nur gewisse Informationen hat, kann man hier leicht Fehler begehen.

Fazit: Biberbande ist ein kurzweiliges strategisches Spiel, bei dem man möglichst viele Informationen sammeln und für sich nutzen sollte, und macht sowohl in kleiner als auch großer Runde viel Spaß – ihr braucht nur genug Platz, um die Karten auszulegen (damit niemand schummeln und verdeckte Karten sehen kann).

 

Lobo 77

Ich_packe_meinen_Koffer_Lobo77_504x504px77 – das ist die Zahl, die ihr in Lobo 77 vermeiden solltet, denn das bedeutet den Verlust eines Chips. Jeder Spieler erhält zu Beginn einer Runde nämlich drei Chips und fünf Karten auf die Hand. Im Uhrzeigersinn muss jeder Spieler eine Karte auf den Ablagestapel abwerfen, die Summe mit den bereits liegenden Karten bilden, diese ansagen und anschließend eine neue Karte ziehen. Erreicht oder überschreitet man die 77, verliert man einen Chip und eine neue Spielrunde beginnt.

Nicht nur einfache Rechenkenntnisse solltet ihr mitbringen, sondern auch ein gutes Taktikverständnis, denn es gilt auch eine Pasch-Zahl, also eine 11, 22, 33, 44, 55 oder 66, zu meiden – kommt man dennoch auf einen, verliert man ebenfalls einen Chip.

Auch in diesem Spiel gibt es wieder Aktionskarten, die besondere Ereignisse auslösen oder euch helfen, eine Pasch-Zahl oder das Erreichen der 77 zu verhindern: -10 und 0 erlauben, die Summe zu verringern oder zumindest nicht zu erhöhen, während es auch einen Richtungswechsel oder die x2-Karte gibt, die den nächsten Spieler zwingt, zwei Karten abzuwerfen. Eine einzige 76 ist natürlich eine Herausforderung, da mit ihr fast immer die 77 erreicht oder übertroffen werden!

Fazit: Große Rechenkünste braucht ihr für Lobo 77 nicht, aber ein gutes Auge und gewiefte Taktik lassen euch hier die Oberhand gewinnen. Da es nur einen Zug- und einen Ablagestapel braucht, eignet sich das Spiel sogar für schnelle Runden bei einer Auto- oder Zugfahrt.

 

6 nimmt!

Ich_packe_meinen_Koffer_6nimmt_504x504px6 nimmt! ist kein Spiel für Hornochsen! Denn die gilt es hier zu vermeiden: Der Spieler mit den wenigsten Hornochsen ist am Ende nämlich der Sieger. Zu Beginn jeder Spielrunde erhalten alle Spieler je zehn Karten; in der Mitte werden vier Karten als Anfang je einer Reihe ausgelegt.

In zehn Runden müsst ihr nun je eine Karte verdeckt vor euch legen, bis dies alle Spieler getan haben. Dann werden die Karten aufgedeckt und nach den folgenden Regeln an eine der vier Reihen angelegt: Die niedrigste Karte wird als erstes an die Reihe angelegt, zu deren letzte Karte die niedrigste Differenz gebildet werden kann. Dieser Vorgang wird für alle Karten der Höhe der aufgedruckten Zahl nach wiederholt.

Legt man eine Karte als sechste an eine Reihe, so muss man die anderen fünf Karten der Reihe zur Strafe nehmen; je mehr Hornochsen darauf sind, desto mehr Strafpunkte bedeutet das. Man sollte also stets aufpassen, nicht die besonders schlechten Reihen nehmen zu müssen – der Grundstein dafür wird schon zu Beginn gelegt. Ein früher Fehler kann zum Schluss besonders viele Hornochsen bedeuten!

Fazit: 6 nimmt! ist ein Spiel, bei dem es die Gegner zu durchschauen und eine gute Strategie zu finden gilt. Da die Spielrunden kurz sind, kann man hier z.B. nach einer Wanderung oder bei einem Strandausflug eine Pause einlegen und sich gegenseitig zum Hornochsen machen.

 

Schnapp, Land, Fluss!

Ich_packe_meinen_Koffer_Schnapp_504x504pxWer bei diesem Spiel an Stadt, Land, Fluss denkt, liegt damit völlig richtig: Schnapp, Land, Fluss! ist eine Variante des Klassikers, bei der man zu einem Buchstaben ein passendes Objekt oder einen passenden Namen finden muss. Anders als die meisten es kennen, spielt aber nicht jeder für sich.

Der Spielverlauf unterscheidet sich nämlich wie folgt vom Original: Es werden zwölf zufällige Buchstabenkarten aufgedeckt und eine der Kategorienkarten. Dann versuchen alle Spieler gleichzeitig, einen Begriff zu finden, der zur Kategorie passt und mit einem der offenen Buchstaben beginnt. Besonders schwere Buchstaben wie C, J oder V geben dabei zwei statt nur einen Punkt.

Nach jedem korrekten Begriff wird die nächste Kategorie aufgedeckt, aber keine neue Buchstabenkarte! So wird es in jeder Runde schwieriger, einen korrekten Begriff zu nennen. Sieger wird der Spieler mit den meisten Punkten. Interessant sind die vielen unterschiedlichen Kategorien: Ob Sportler, Farbe, Kleidung oder TV-Sendung – für jeden ist sicher eine dabei, in der man sich auskennt!

Fazit: Das Original ist eines der Spiele, die ich in meiner Kindheit sehr oft gespielt habe – und auch heute macht es noch so viel Spaß wie damals! Schnapp, Land, Fluss! hilft euch, jede lange Reise – ob per Auto oder gar per Flugzeug – unterhalten zu überstehen.

 

Rage

Ich_packe_meinen_Koffer_RAGE_504x504pxWart ihr in eurem Urlaub spaßeshalber bei einem Wahrsager? Oder glaubt ihr gar, selbst die Zukunft vorhersagen zu können? Dann ist Rage das perfekte Kartenspiel für euch. In seinen grundlegenden Spielregeln ist Rage aber ein Stichspiel.

In jeder Runde hat man eine bestimmte Anzahl an Karten in seiner Hand, mit denen man versuchen kann, einen Stich zu erzielen. Die Stichfarbe wird durch die zuerst ausgespielte Karte festgelegt – wer die höchste Karte in dieser Farbe ausspielt, gewinnt den Stich. Ausnahme ist die sogenannte Trumpffarbe, die durch Umdrehen der obersten Karte des Reststapels in der Mitte festgelegt wird. Weiter gibt es zudem noch Aktionskarten, die Plus- und Minuspunkte bringen oder die Trumpffarbe ändern.

Jeder Stich bringt einen Punkt. Der Clou ist nun aber, dass man vor jeder Runde voraussagen muss, wie viele Stiche man in dieser Runde erzielen wird. Stimmt die Prognose, erhält man zehn Pluspunkte, andernfalls fünf Minuspunkte – was das Endergebnis natürlich maßgeblich beeinflusst und kleine taktische Spielchen erlaubt.

Fazit: Mit Rage kann man seine Mitspieler in Rage bringen, indem man ihre Vorhersagen kaputt macht, und man selbst durch geschicktes Spiel triumphiert. Damit könnt ihr im Urlaub eure Freunde oder eure Familie so richtig ärgern, aber auf unterhaltsame Art und Weise!

Christian Scherer

Christian Scherer

 

 

 

 

 

 

 

 

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