Wenn es so etwas wie DEN bekanntesten Wizard Spieler in Deutschland gibt, dann gebührt dieser Titel wohl am ehesten Sepp Sigl. Der Otzinger aus dem Herzen Niederbayerns ist nämlich der einzige Deutsche, der bisher den Weltmeistertitel erringen konnte. Am 2. Oktober 2010 gelang im auf der Burg Frankenstein nämlich genau dieses Kunststück. Im Vorfeld der Deutschen Wizard Meisterschaft 2013 wollen wir Euch Sepp ein wenig näher vorstellen.

Hallo Sepp! Für diejenigen, die dich noch nicht kennen: Kannst du ein paar Worte über dich erzählen?

„Hallo! Also ich bin der Sepp Sigl, 48, selbständig, Niederbayer. Seit ca. 6 Jahren spiele ich jetzt schon aktiv Wizard. Ich spiele zwar noch viele, viele andere Spiele, vor allem Schafkopf und diverse Brettspiele. Aber bei Wizard habe ich manchmal das Gefühl, ich hätte das Spiel selbst erfunden. Es ist die perfekte Mischung aus Glück und Berechnung und Gefühl.“

Sepp ist ein waschechter Niederbayer!

Sepp ist ein waschechter Niederbayer!

Was rechnest du dir in diesem Jahr aus?

„Ich habe mich in diesem Jahr nicht so intensiv vorbereitet. Vor allem habe ich ein paar Partien auf der Brettspielwelt absolviert. Mein selbst gestecktes Ziel ist die Halbfinalteilnahme. Ich denke das ist ein gutes Ziel. Selbst das ist ja gar nicht so einfach zu erreichen.“

Wie wichtig sind deiner Meinung nach die „psychologischen Faktoren“ im Spiel?

„Man braucht schon extrem viel Gefühl. Manchmal sind die eigenen Karten gar nicht so wichtig. Viel mehr muss man den Gegner beobachten und richtig einschätzen. Es ist meiner Meinung nach auch wichtig, von Anfang an vorne mit dabei zu sein, um die Gegner unter Druck zu setzen. Man muss auch immer im Blick haben: Wer liegt vorne? Wem muss ich vielleicht ‚ein Bein stellen‘?“

Was macht für dich den Reiz einer Deutschen Meisterschaft aus?

„Meist wird sehr fair miteinander gespielt und es gibt nur wenige Miesepeter. Die Stimmung ist etwas ganz besonderes. Die Turnierspannung vor allem. In den Vorrunden ist jeder gute Platz wichtig. Das merkt man.“

Erzähl uns abschließend doch noch ein wenig von deinen Erlebnissen auf der Weltmeisterschaft 2010!

„Das war schon ein unglaubliches Erlebnis. Vor allem die letzte Runde des Endspiels auf der Weltmeisterschaft hatte es wirklich in sich. Es waren nur noch 3 Karten zu spielen und ich hatte bereits alle meine Stiche. Die andere konnten mich auch nicht mehr überholen. Ich hatte noch einen Narren auf der Hand und wusste daher, dass ich extrem gute Chancen hatte, die letzten 3 Runden abzugeben und somit meine Prophezeiung zu erfüllen. Aber diese Anspannung in den letzten Runden und der Nervenkitzel, ob es wirklich klappt …“

Vielen Dank für deine Zeit!