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Innerhalb verschiedener Qualifikationsstufen haben sich auch 2012 wieder Spieler aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien und Schweden einen Platz im Finale der Metropolitan Masters in Stockholm erkämpft. Dort verteidigte die Schweiz als Team SWISS erfolgreich ihren im vergangenen Jahr erkämpfen Titel. Zu ihrem Erfolg auf dem Metropolitan Masters – the Showdown stehen uns im Folgenden alle vier Spieler von Team Schweiz Rede und Antwort.

Hallo und herzlichen Glückwunsch zur Titelverteidigung. Erzählt doch etwas von euch. Wer seid ihr, und welches Deck habt ihr gewählt?

Roman: Hallo, ich bin Roman Kieser und komme aus der Schweiz. Das Deck meiner Wahl war ein Getriebria-Deck, da es – außer gegen Nixenrüstung-Decks – meiner Meinung nach das stärkste Deck ist.
Robin: Mein Name ist Robin Bachofner. Ich habe mich für ein Nordisch-Deck entschieden, eben weil das The Showdown Event in Stockholm, Schweden, ausgerichtet wurde. Daher wollte ich unbedingt ein themenbezogenes Deck spielen und so habe ich dieses Thema gewählt.
Nokolay: Ich heiße Nikolay Paller, bin 23 Jahre alt und komme aus Rikon im Kanton Zürich. Seit der ersten Serie spiele ich das Yu-Gi-Oh! TCG und habe den Spaß daran nicht verloren. Für das Turnier habe ich mich für ein Nixenrüstung-Deck entschieden, da es im Moment einige sehr gute Match-Ups hat.
Martin: Mein Name ist Martin Stübe. Ich habe schon auf vielen Schweizer sowie auch internationalen Turnieren gespielt und bei den Schweizer Meisterschaften die TOP 16 erreicht. Für das The Showdown Event habe ich mich für ein Aufzieh-Deck mit Aufzieh-Kätzchen entschieden. Das Deck ist sehr stark, hat viele Optionen und es hat ein sehr starkes Match-Up gegen andere Decks. Außerdem mag ich es!

Gab es auf dem Showdown in Schweden schwierige Spiele für euch?

Roman: Das schwierigste Match für mich war gleich das erste im ganzen Turnier, als ich mit meinem Getriebria-Deck gegen ein Nixenrüstung-Deck antreten musste. Wie bereits gesagt, hat mein Deck gegen diese Art das denkbar schlechteste Match-Up.
Robin: Das Duell gegen Jack Bruun war das schwierigste fand ich. Ich war ziemlich nervös, weil er ein sehr erfolgreicher Spieler ist, der unter anderem auch schon 2 mal in den Tops einer YCS war. Da habe ich mich selbst etwas unter Druck gesetzt. (Anmerkung der Redaktion: Die Nervosität war wohl mehr als Berechtigt – gleich am Wochenende darauf hat Jack dann auch die YCS Barcelona gewonnen.)
Nikolay & Martin: Die schwierigsten Matches waren gegen Aufzieh-Decks, weil die stark und sehr konsistent sind.

Durch das Neuerscheinen von Abyss Rising musstet ihr euch auf eine Vielzahl von Taktiken und Decks einstellen. Was habt ihr im Vorfeld getan, um euch auf das wichtige Turnier vorzubereiten?

Martin: Wir haben uns in Zürich getroffen und alle unsere Decks getestet, wie wir gegeneinander und gegen andere Test-Decks abschneiden. Am Samstag vor dem Turnier haben wir uns nochmal zusammengesetzt. Ich persönlich konnte mein Deck dort noch einmal gegen die Themen Aufzieh, Dino-Rabbit und Insektor testen.

Das Metropolitan Masters Finale ist ein internationales Event. Das heißt, dass nicht jeder dieselbe Sprache spricht. Gab es da Probleme?

Roman: Absolut nicht. Ich persönlich hatte keinerlei Verständigungsschwierigkeiten.
Robin: Mit den meisten Teams war eine Verständigung unproblematisch. Einzig beim Reden mit den Italienern brauchten wir öfter Luca oder Riccardo für Übersetzungen. Leider ist Englisch in Italien kein Standardfach und wird nicht an der Schule gelehrt, deshalb sind die Englisch- Kenntnisse des Teams ITALIA noch verbesserungsfähig – oder meine Italienischkenntnisse.
Nikolay: Da gab es so wirklich keine Probleme, Englisch konnten die meisten Spieler sowieso und mit Händen und Füßen ging das ebenso gut.

Gab es Dinge, die dir an diesem Wochenende besonders gefallen haben und/oder die euch in Erinnerung bleiben?

Roman: Am besten gefallen hat mir das Abendessen am Samstag, das übrigens in einer alten Begräbnisstätte veranstaltet wurde. Auch, dass ich wieder neue Leute getroffen habe, finde ich sehr gut.
Nikolay: Die Reise nach Stockholm fand ich gut, auch die lustige und gelassene Atmosphäre und die anderen Teams haben mir sehr gefallen. Und natürlich: Dass die Schweiz wieder gewonnen hat!
Martin: Das schwedische Essen hat mir gut gefallen. Die Restaurants, in denen wir waren, waren sehr gut und die Führung durch die Altstadt war auch äußerst interessant. Die letzte Runde vor dem Finale war sehr spannend und bis zur letzten Sekunde unentschieden, an diese Partie werde ich noch eine lange Zeit denken.
Roman: Das ganze Wochenende war etwas spezielles, an das ich mich noch lange erinnern werde.

Abschließend stellten wir natürlich noch die Frage, ob das Team SWISS noch Vorschläge für die Metropolitan Masters 2013 haben, und ob sie wieder um einen Platz im Showdown kämpfen werden. Das Bild war recht klar: Die Spieler wünschen sich, dass noch mehr Länder das Duell um den Titel eingehen werden, um ein noch spannenderes und vielseitigeres Finale zu haben.
Auch nächstes Jahr werden Roman, Robin, Nikolay und Martin wieder versuchen, im Finale der Metropolitan Masters dabei zu sein. Aber auch du kannst dein Duellgeschick beweisen, indem du 2013 an einem der Metropolitan Masters Challenges in deinem örtlichen Hobbyladen teilnimmst. Wo die zu finden sein werden, darüber werdet ihr auf der Amigo Internetseite rechtzeitig informiert. Schaut also ab und zu mal rein!

Das Interview wurde geführt von Martina Kölsch.

Auch als Printversion:
Organized Player Magazin 06