Mit gut 20 Mann wanderten wir durchs dunkle Stockholm!

Um den Samstag gebührend abzuschließen, gab es nach dem Warm-Up und dem Welcome-Dinner noch eine Stadtführung der ganz besonderen Art. In Deutschland ist diese Art der Stadtführung vor allem als sogenannter „Nachtwächterrundgang“ bekannt. Das besondere hier aber war, dass es bei dieser Stadtführung weniger um die schönen und lobenswerten Seiten von Stockholm ging und vielmehr um die dunklen und gruseligen Geheimnisse, die man hier eigentlich lieber verschweigen würde.

Los ging es auf dem Platz direkt vor dem Nobel Museum. Der berühmte Nobelpreis ist ja Weltbekannt. Alfred Nobel ließ testamentarisch sicherstellen, dass sein Vermögen alljährlich der Wissenschaft zu Gute kommt. Alfred Nobel ließ aber auch sicherstellen, dass er nach seinem Tot noch einmal in den Arm geschnitten wurde. Er hatte panische Angst davor, lebendig begraben zu werden. Und tatsächlich fand man in Stockhelm mehrere Särge, in deren Inneren Kratzspuren zu finden waren.

Durch die schmalste Gasse Stockholms floss in finsteren Zeiten literweise Blut!

Der Platz vor dem Nobel-Museum hat aber noch eine viel dunklere Vergangenheit. Während des Stockholm-Massakers wurden hier 90 schwedische Adlige vom Dänischen König Christian der Tyrann (so nennen ihn die Schweden) brutal ermordet. Unser schwedischer Judge Philip – selbst Halbdäne – musste entsprechend als Anschauungsmaterial herhalten für die Gräueltaten von Christian dem Guten (so nennen ihn die Dänen). Im Laufe der Wanderung sind wir dann mehrere Straßen hinunter gelaufen, in den wortwörtlich das Blut die Straße hinunter geflossen ist.

An einem anderen Haus sind noch heute Geister zu hören. Hier lebte jahrelang ein alter Kapitän. Nachdem er ewig zur See gefahren ist, hörte er irgendwann ein Gerücht, dass hier ein wertvoller Schatz versteckt sein sollte. So kaufte er sich mit seinem Ersparten das Haus und fing an zu suchen. Damit die Geräusche die Nachbar aber nicht störten, gab er den Nachbarn etwas anderes zum Beschweren: Aus dem einstigen Kaufmannshaus wurde ein Haus der käuflichen Liebe. Alkohol und andere Laster waren von hier an die Tagesregel. Aber an seiner Schatzsuche hinderte den Kapitän nun niemand mehr.

Zumindest wir wurden auf der Schatzsuche fündig!

Doch leider wurde der Kapitän nie wirklich fündig. Viele Jahrzehnte später fand man aber tatsächlich einen Silberschatz im Wert mehrerer Millionen Euro. Leider zwei Häuser weiter. Doch noch heute hört man immer wieder Grab- und Buddelgeräusche. Ob es nun der rastlose Geist des alten Kapitäns oder nur die neuen Besitzer des Hauses auf ein spätes Glück hoffend sind, kann natürlich nicht abschließend beantwortet werden.

Kurz vorm Abschluss der Stadtführung kamen wir dann aber noch an einen erfreulicheren Ort. In einem unscheinbaren Hinterhof konnten wir die wohl kleinste Statue Stockholms begutachten. Diese ist ein ganz besonderer Glücksbringer. Wenn man der zwergenhaften Statue nämlich die Zipfelmütze abnimmt und dann den Kopf reibt, soll dies für einige Tage unglaubliches Glück bringen. Kurz nachdem unsere Stadtführerin dies aussprach, stürmten auch schon die ersten Spieler zu der Statue um ihre Chancen für das morgige Turnier vielleicht doch noch ein wenig zu erhöhen.

Am Ende berührten dann alle Spieler den kleinen Zwerg. Die Chancen sollten also weiterhin ausgeglichen sein. Aber zumindest das Team AMIGO diskutierte sehr angeregt, ob nicht zumindest einer der Spieler auf ein Exodia-Deck umwechseln sollte. Mit der jetzt erwonnenen Extraportion Glück sollte das eigentlich eine gute Wahl sein.

Marvin gibt alles, um den Titel nach Deutschland und Österreich zu holen!

Ob dies nun wirklich geholfen hat oder nicht, werden wir natürlich erst morgen abschließend beantworten können. Fest steht aber, dass die Spieler alles Können und Glück der Welt gebrauchen können, um am morgigen Tag das Turnier zu überstehen. Denn sie alle werden mit einem knallharten Teilnehmerfeld konfrontiert werden. Nur die Besten der Besten werden morgen den Titel mit nach Hause nehmen kann. Nur eine Yugi-Nation kann sich am Ende Metropolitan Master nennen!