Natürlich gab es auch wieder eine Reihe von attraktiven Preisen zu gewinnen.

Vor dem Turnier wollen wir den Spielern und dem Staff die Gelegenheit geben, sich in ungezwungener Atmosphäre kennen zu lernen und ein wenig zu beschnuppern. Da die meisten Spieler natürlich auch nicht wollen, dass die Spieler schon jetzt erfahren, was die anderen Teams so an Decks spielen, wird das heutige Warm-Up im Battle Pack: Epic Dawn-Format ausgetragen. Da das Turnier in lockerer Atmosphäre stattfindet, spielen auch wir Staffler im Turnier mit. Außerdem haben sich einige der lokalen Spieler dazu entschieden, hier mitzuspielen. Insgesamt kamen wir so dann auf knapp 30 Teilnehmer. Dies ist mein Turnierreport.

Zunächst einmal hieß es natürlich Booster öffnen. Aus 8 Boostern musste ein Deck aus 20 Karten gebaut werden. Dies ist meine Ausbeute:

  • Aufzieh-Zenmaister, Mystischer Raum-Taifun, Kampfausblender, Halb oder gar nicht, Asura-Priester
  • Antiker Antriebsgolem, D.D. Angreifer, Gravitationskugel, Parshath, der Luftritter, Schildstoß
  • Möbius der FrostmonarchFähigkeitserbe, Dunkler Herrscher Ha Des, Verwandlungskrug, Verbotene Lanze
  • Elegante Wohltäterin, Fuchsfeuer, Rachsüchtiger alter Magier Antiker Antriebsritter, Pechschwarzer Kriegswolf
  • Ruf der Gejagten, Finsterfesseln, Freed, der unvergleichliche General, Sprengkugel, Königshai
  • Verwandlungskrug, Nummer 39: Utopia, Nageldecke, Goblin Elite Angriffstrupp, Mysteriöse Wache
  • Riesenmaul, Des Moskito, Ungeheuerkönig Barbaros, Finsterfesseln, Fuchsfeuer
  • Gorz, der Gesandte der Finsternis, Mystischer Raum-Taifun, Grenosaurier, Milla, die Zeitzauberin, Pechschwarzer Wolfskrieger

Aus diesen Decks musste ich nun also eine Taktik entwickeln. Zunächst einmal fällt natürlich der Gorz, der Gesandte der Finsternis als absoluter Matchwinner auf. Auch die relativ hohe Anzahl an Tributmonstern mit relativ gut zu opfernden Monstern wie Fuchsfeuer fällt auf. Besonders gut sind letztere auch einzusetzen, indem ich diese mit Finsterfesseln kombiniere.

Negativ fällt auf, dass ich mit Außnahme von Elegante Wohltäterin keine einzige verbotene Karte gezogene habe. Dies könnte sich im Laufe des Turniers als echtes Problem erweisen.

Mit diesem Deck trat ich am Ende an

Letztendlich bin ich dann bei einem 26-Karten Deck angekommen. Der Grund dafür ist einfach: Ich habe Zugriff auf gleich 2 Verwandlungskrug. Bei 20-Karten Decks sollte mein Gegner also relativ flott dem Deckout entgegen sehen. Dies ist also eine Art Back-Up Plan. Ob sich dieser als erfolgreich erweisen würde, werden dann die nächsten Runden zeigen.

Die Spiele

In der ersten Runde durfte ich gegen den 14jährigen Schweden Olaf antreten. Und tatsächlich schien meine Verwandlungskrug Taktik erst aufzugehen. Doch mit nur 4 Deckkarten übrig verbannte er meinen Verwandlungskrug mit Caius der Schattenmonarch. So verlor ich das erste Spiel. Das zweite Spiel hingegen gewann ich dank Gorz, der Gesandte der Finsternis. Einmal beschworen kam mein Gegner da nicht mehr drüber. In der zweiten Runde ging die Taktik endlich einmal auf. Mit Hilfe der zwei Verwandlungskrug konnte ich meinen Gegner in den Deckout treiben.

Danach durfte ich gegen den italienischen Nationalspieler Silvio antreten. Und hier offenbarten sich dann auch gleich die ersten Sprachbarrieren, zumal wir beide nicht alle Karten aus dem Battle Pack: Epic Dawn auswendig kannten. Und als dann auch noch komplizierte Situationen wie Drillroid greift Sprengkugel an auftraten, wurde es endgültig unübersichtlich. Auch Kraftrahmen gegen Finsterketten war ein größeres Problem. Ich konnte zwar immer großen Kartenvorteil aufbauen, doch Silvio spielte sehr aggressiv und konnte dank Raigeki jedesmal mein Feld räumen und den finalen Schaden durchdrücken.

Organized Play Manager Sebastian Matthies muss sich gegen das Team SWISS bewähren.

Als nächstes setzte sich der junge Schwede Hassan zu mir an den Tisch. Er spielt erst seit 2 Monaten das Sammelkartenspiel und war entsprechend begeistert, hier gleich gegen internationale Konkurrenz antreten zu dürfen. Auch das Format des Turniers kam ihm als Anfänger natürlich entgegen. Er spielte eine extrem aggressive Strategie mit Injektionsfee Lily und Zaborg, Monarch des Donners. Zusätzlich hatte er Ausrüstungszauberkarten wie Autonome Eingreiftruppe und Axt der Verzweiflung. Und tatsächlich brachte er mich in beiden Spielen an den Rand einer Niederlage. Nur mit defensiven Monstern wie Fuchsfeuer und Kampfausblender konnte ich mich im Spiel halten. Doch dann konnte ich nach und nach Kartenvorteil aufbauen und das aggressive Vorgehen von Hassan rächte sich. Trotzdem ist dies in diesem Turnier sicherlich keine schlechte Strategie. Ich selbst hatte sie beim Volunteer Cup im Rahmen der Deutschen Meisterschaft ja auch schon auf den Vizemeisterrang gehoben.

Der Schlussstrich

Aufgrund unseres engen Zeitplans sind wir dann auch schon fertig gewesen mit dem „Beschnuppern“. Am Ende konnten sich Emidio Granito, Nikolay Paller und Marco Grammatica mit 3:0 durchsetzen (in dieser Tie-Break Reihenfolge). Ich selbst habe mich am Ende zusammen mit dem kompletten Team AMIGO und unserem Judge Moritz auf den „zu 6“ Rängen wiedergefunden.

Emilio gewinnt das Turnier und nimmt seine Preise entgegen.

Am Ende gewonnen hat dann der Italiener Emidio Granito. Sein Deck sieht dabei gar nicht so spektakulär aus, ist aber ein mehr als solides Beatdown. Man muss also nicht immer total broken ziehen, um hier ein Turnier gewinnen zu können.

Mit diesem Deck setzte sich der Italiener durch!