Das Interview führte Martina Eckloff

Wir stellen euch in den kommenden Tagen alle vier Mitglieder des Deutschen Teams auf dem Metropolitan Masters – The Showdown hier vor, den Anfang machen wir mit Justin Tüllmann, der als vierter Spieler in das “Team Deutschland” nachgerückt ist.

Justin Tüllmann

Stell dich mal vor: Wer bist du, woher kommst du, was machst du zurzeit?
Hi, ich bin Justin Tüllmann und 16 Jahre alt. Zurzeit wohne ich in Mülheim an der Ruhr und gehe dort auch auf eine Realschule.

Seit wann spielst du das Yu-Gi-Oh! TCG?
Ich spiele das Yu-Gi-Oh! TCG seit ungefähr drei Jahren. Angefangen habe ich, als gerade die Finsternis-Decks gespielt wurden und Kartenvernichtungsvirus noch erlaubt war.

Was gefällt dir am Yu-Gi-Oh! TCG?
Mir gefällt besonders gut, dass man viele Leute kennen lernt und das strategische Denken beim Spielen. Es gibt so viele Karten und verschiedene Kombos, mit denen man Decks bauen kann. Die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt.

Was sind deine bisher größten Erfolge auf Yu-Gi-Oh! TCG Turnieren?
Mein größter Erfolg war bisher, dass ich Erster auf einem Media Markt Gutschein-Turnier wurde. Nun kommt der Erfolg beim The Grinder auf der SPIEL 2011 hinzu. Sonst gab es noch unzählige Display-Turniere, bei denen ich oft in die Tops gekommen bin.

Spielst du andere Sammelkartenspiele?
Zurzeit spiele ich kein anderes Sammelkartenspiel. Ich habe mal das Naruto Sammelkartenspiel gespielt, aber das gibt es nicht mehr in Deutschland.

Um sich gut auf ein solches Turnier wie Metropolitan Masters – The Grinder oder auch The Showdown vorzubereiten, muss man natürlich auch viel ausprobieren und üben. Wo spielst du, und spielst du oft auf Turnieren?
Ich spiele am meisten im Ruhrgebiet, und dort vor allem im Auenland in Dortmund. Ja, ich spiele schon oft auf Turnieren, zum Beispiel spiele ich im Auenland die Liga und meistens bin ich auch auf etwas größeren Turnieren.

Was war deine Strategie beim Metropolitan Masters – The Grinder? Für welches Deck hast du dich entschieden, und warum?
Ich habe mich für Chaos-Fairy entschieden, weil ich es sehr konstant finde. Man hat eigentlich immer viele Optionen. Beim The Grinder habe ich Schlüsselkarten, zum Beispiel Meister Hyperion und Schwarz Glänzender Soldat – Gesandter des Anfangs, auf der Hand gesammelt, um dann alles in einem Zug auszuspielen und zu gewinnen.

Welches war die schwierigste Situation, die du spieltechnisch beim Metropolitan Masters – The Grinder hattest?
Mein Gegner hatte in den Top 8 Sendbotin der Rätsel – Erde und Antiker Heiliger Lindwurm auf dem Feld und 6 Handkarten. Ich war am Zug und hatte Sendbote der Schöpfung – Venus, Genex-Verbündeter Vogelmensch und Mystischer Raum-Taifun auf der Hand. Im nächsten Zug hätte ich also sicher verloren.
Da dachte ich mir, dass ich nur noch die Chanche habe, auf Risiko zu spielen.
Ich spielte Venus aus und nutzte ihren Effekt, um zwei Kugel des mystischen Scheins zu beschwören. Dann gab ich mir eine der Kugeln auf die Hand, um Vogelmensch zu spezialzubeschwören. Danach beschwörte ich die Kugel durch Venus erneut und synchronisierte alle Monster zu Verbündeter der Gerechtigkeit – Entscheidungspanzer.
Ich nutzte seinen Effekt, dass der Gegner ein offenes Licht Monster kontrollieren muss und man alle Handkarten abwerfen muss, um mir dann die Hand des Gegners anzuschauen und alle Licht Monster abzuwerfen und ihm Schaden in Höhe der ATK aller abgeworfenen Monster zuzufügen. Er hatte noch 6700 Lebenspunkte und auf seiner Hand hatte er Meister Hyperion, Erzherrscher Kristya, Aufrichtig und Sendbote der Schöfung – Venus. Das waren zusammen 8200 Schadenspunkte, womit ich dieses Spiel doch noch gewonnen habe.

Was hast du dir für das Metropolitan Masters – The Showdown vorgenommen? Was erwartest du von deinem Aufenthalt in der Schweiz im Zuge des Finales?
Ich wünsche mir nur ein nettes Wochenende, das viel Spaß macht. Ich habe mir vorgenommen The Showdown zu gewinnen. (lächelt)

Kanntest du bereits andere Mitglieder aus „Team Deutschland“ vor dem Event? Tauscht du dich mit ihnen im Hinblick auf Metropolitan Masters – The Showdown aus?
Ja, ich kenne Oliver Lukenda schon länger. Mit ihm habe ich auch schon über das Event geredet. Wenn ich die anderen sehe, werde ich mich auch mit ihnen austauschen.

Was hältst du von solchen Turnierserien wie den Metropolitan Masters?
Ich finde das Konzept ziemlich gut und würde auch nochmal bei so einem Turnierkonzept mitspielen.

Auf welche Events im kommenden/diesem Jahr freust du dich auf meisten?
Auf The Showdown, die YCS Leipzig und auf die Deutsche Meisterschaft freue ich mich am meisten.

Anfang Februar findet der Metropolitan Masters – The Showdown statt, die Woche darauf Karneval und dann direkt im Anschluss die YCS Leipzig: Ist das zu viel oder genau richtig?
Ich finde das genau richtig, denn es werden ein paar gute Wochen voller Spaß.

Was empfiehlst du anderen Spielern?
Baut eure Decks immer selber, dann könnt ihr auch besser damit umgehen. Denn auch das beste Deck bringt euch nichts, wenn ihr nicht damit umgehen könnt.

Herzlichen Dank für das Interview und viel Erfolg!