Wie bereits im Vorbericht erwähnt handelte es sich bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft um das erste größere Turnier auf nationaler Ebene. Im Vorfeld konnten wir wirklich viele Meinungen vernehmen und ich denke, ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass viele Spieler nicht davon ausgingen, dass wir hier heute ein derart geiles Event haben würden.
Ich war beispielsweise besonders darauf gespannt, was die Top 16 Spieler zum organisatorischen Ablauf zu sagen hatten. Natürlich ist es unwahrscheinlich, dass sich jemand beschwert, der gerade potenziell vor dem größten Sieg seiner Spielerkarriere steht, doch mit Whizzy oder Umut hatten wir Spieler in den Tops, die ihre Meinung üblicherweise gerade heraus sagen und kein Blatt vor den Mund nehmen. Und gerade sie meinten auch, es gab wirklich keinen Grund sich zu beklagen; im Gegenteil, man wurde extrem positiv überrascht.
So denke ich, dass mit diesem Event auch die deutsche Spielergemeinde – nachdem die österreichischen Spieler bereits auf der ÖM für einen neuen Teilnehmerrekord gesorgt haben und damit zum Ausdruck brachten, dass sie wohl auch mit der neuen “Führung” einverstanden sind – gesehen hat, dass Amigo durchaus in der Lage ist, ein hervorragendes Turnier auf die Beine zu stellen.
Man hat sich hier klar für die Belange der Spieler eingesetzt und dafür gesorgt, dass hervorragende Ideen – beispielsweise das Team Event – beim Lizenzgeber Konami genehmigt werden. Es wurden Kompromisse ausgearbeitet, die primär zu Gunsten der Spieler und teilweise sogar zu Ungunsten von Amigo gingen (beispielsweise der Verzicht auf eine Teilnahmegebühr bei den 8 Mann KO Events), um der Spielergemeinde auch auf diese Weise zu zeigen, dass man sich für ihre Belange interessiert.
Ich möchte gar kein Geheimnis daraus machen; auch ich war ein paar Wochen vor dem Event nicht sicher, wie es letztendlich werden wird. Da mir allerdings die Yu-Gi-Oh! Spielergemeinde am Herzen liegt, wollte ich auch meinen Beitrag leisten und habe mich für das Coverage Team beworben. Dann habe ich während der Wochen vor der DM miterlebt, wie sich das – zugegebenermaßen ziemlich große – OP Team von Amigo, alle von ihnen, um die Vorbereitung des Events gekümmert haben. Da wurde eine Seite aus dem Boden gestampft, auf der man eine sehr gute Coverage abliefern könnt (dieser Behauptung könnt ihr nach diesen beiden Tagen hoffentlich zustimmen). Da wurde geplant, Judges gebrieft, neue Leute ins Team geholt, auch die bestens unterrichtet und dann noch mal Ressourcen zur Verfügung gestellt.
Jetzt, nach den vergangenen 48 Stunden, sind wir alle etwas schlauer und können uns sagen: Das hat sich gelohnt. Es ist toll, wenn sich verdammt harte Arbeit auszahlt und ich kann euch versichern, dass ich selten ein Team gesehen habe, dass derart hart für ein Ziel gearbeitet hat.
Diese paar Gedanken möchte ich euch noch mit auf den Weg geben. Lasst euch selbst mal durch den Kopf gehen, was ihr vor dem Event dachtet – nicht nur über die Coverage, sondern insbesondere auch über die Organisation des Events. Und dann geht noch mal in euch und reflektiert, was hier dieses Wochenende über passiert ist.
Und dann, wenn ihr damit fertig seid… freut euch am besten auf das nächste größere Event. Und lasst bis dahin die Amigo-Flames mal stecken.