Auch wenn sich die generelle Anzahl interessanter Decks in Grenzen hielt, gibt es doch noch ein paar interessantere Decklisten. Einer dieser Spieler, die sich mit einem solchen Deck in dieses Event getraut haben ist Jaques Ammon. Er spielt ein Gravekeeper Burn, welches ursprünglich von Rex Mendoza entwickelt wurde und beim 75th Shonen Jump Championship die Top16 erreichte. Dies ist seine Deckliste:

3x [spy]
2x Grabwächters Kommandant
1x Grabwächters Wache
1x Grabwächters Abkömmling
1x Sangan
1x [gale]
1x Kampfausblender
1x [cv]
1x [mj]
1x [monk]
1x Flamvell-Magier

3x Tal der Toten
2x Königlicher Tribut
3x [wmc]
2x [bom]
1x [smashing]
1x Friedensbote
1x Goldener Sarkophag
1x [llab]

2x Kräfte Rauben
2x [bth]
2x [road]
2x [bribe]
1x [sj]
1x [mf]
1x [tt]
1x [zylinder]
1x Waffenstillstand
1x Schwerkraftindung

Side:
3x Flamvell-Feuerhund
2x Flamvell-Magier
3x Angriffsungeheuer
1x Sternenstaubdrache / Angriffsmodus
1x [storm]
1x [mst]
1x [brain]
1x Gedankenkontrolle
1x Wiederaufleben
1x Angriffsmodus aktivieren

Das Main-Deck setzt auf Anti-Elemente in Form von Tal der Toten und Kräfte Rauben. Beide schränken die meisten Decks so massiv ein, das ein Gegner fast nichts mehr machen kann. Insbesondere die beliebten wie gefährlichen Infernitys haben mit diesen Karten ein echtes Problem. Mit Hilfe verschiedener Control-Elemente und insbesondere den Burner-Effekten nimmt er seinem Gegenüber dann die Lebenspunkte.

Überhaupt ist das Deck sehr stark darin, dem Gegner seine Optionen zu nehmen. So kann auch Königlicher Tribut dem Gegner seine Monsterkarten nehmen. So hat Jaques mir erzählt, dass er gegen ein Frosch-Monarch dem Gegner 3 Monarchen von der Hand nehmen konnte und dieser nie wieder ins Spiel zurück fand, da die einzig verbliebene Handkarte ([poa]) dank Tal der Toten unbrauchbar war.

Die eigentliche Innovation, die Jaques bringt, liegt im Side-Deck. Wie sein Vorbild aus Amerika ändert er seine komplette Strategie. Nach dem Siden spielt er keinen Burner mehr, sondern setzt nur auf Control. Mit Sternenstaubdrache/Angriffsmodus spielt er dann auch das derzeit stärkste Control-Monster, dass in diesem Spiel exisitert. Wirklich alles negieren zu können ist ein unglaublich mächtiger  Effekt. So ist es für ihn noch einfacher, die spielentscheidenden Karten Tal der Toten und Kräfte Rauben auf dem Feld zu halten. Mit diesem Side-Deck kann er seine Gegner überrumpeln und darauf spekulieren, dass diese falsch boarden. Insbesondere die Spieler, die das Deck aus den USA kennen, würden wohl eher mit einem Board auf Cat-Synchro rechnen.

Wir werden Jaques gleich im Featured Match haben und dann sehen wir, wie spielstark seine Strategie wirklich ist. Momentan steht er im Turnier 5:2 und ist darauf angewiesen, die nächsten 2 Spiele zu gewinnen, um noch eine Chance auf die Top16 zu haben.