Spätestens seit der Schweizer Meisterschaft letzte Woche ist klar: der Friedhof ist (wieder einmal) zur spielentscheidenden Ressource geworden. Ewig Infernale spezialbeschwören mit Totenbeschwörer und Startrampe Monster aus dem Friedhof. Frösche entfernen mit Ronintoadin Monster aus dem Friedhof, um die Kröte immer und immer wieder aufs Feld zu bringen. Auch Lichtverpflichtete und X-Säbel greifen intensiv auf den Friedhof zu. Dementsprechend ist ein kein Wunder, dass viele Spieler versuchen, effektiv den gegnerischen Friedhof zu manipulieren.

Insbesondere Schwarzflügel-Spieler setzen in ihrem Main-Deck mindestens eine D.D. Krähe ein. Die Fallenkarte Auswanderungsprophezeihung findet sich ebenfalls in vielen Side Decks. Der eigentliche Star im Side-Deck vieler Spieler ist aber eine neue Karte aus “The Shining Darkness”:  Mauerspalt in eine andere Dimension. Ihr Effekt: Nenne 1 Eigenschaft und wähle insgesamt 2 Monster mit der genannten Eigenschaft in den Friedhöfen. Entferne die gewählten Monster aus dem Spiel. Da die oben genannten Decks alle Monster eines einzigen Elements spielen (Ewig Infernale -> Finsternis, Frösche -> Wasser, usw.), ist diese Karte gegen fast alle Decks effektiv. Selbst gegen ein Quickdraw Dandywarrior kann sie effektiv sein, wenn man einen Löwenzahl-Löwe entfernt. Zur Not kann man ja auch eine eigene Karte entfernen.

Auf diesen Friedhofs-Hate in den Side-Decks der Spieler reagieren die meisten Spieler mit entsprechenden Gegenmaßnahmen. So setzen einige Ewig Infernale Decks auf Kaiserliche Eisenmauern, um das Entfernen eigener Monster zu verhindern. Gleichzeitig schützt sie vor Karten wie Bodenlose Fallgrube, da sie das Entfernen von Karten überhaupt verbietet. Gegen Frosch-Decks ist sie dann doppelt gut: solange die Kaiserliche Eisenmauer liegt, kann Roanintoadin seinen Effekt nicht aktivieren. Ein tödlicher OTK ist somit sehr, sehr unwahrscheinlich.