Hiermit melde auch mich offiziell von der Deutschen Meisterschaft. Ich habe die letzten Stunden unten bei der Anmeldung verbracht und habe die eingereichten Decklisten gesichtet. Somit stehen auch bereits die ersten heißen Kandidaten für eine Metagameanalyse fest. Aber kommen wir zunächst zur Metagame-Verteilung.
Wie erwartet haben wir ein recht breit gefächertes Metagame zu bieten, was die meisten Spieler sehr freuen wird. Die beiden meistgespielten Decks sind Schwarzflügel und Cat-Synchro, gefolgt von Fröschen und Infernitys. Auffällig ist zusätzlich der große Block “sonstiger Decks”.
Bei den Cat-Synchros finden wir eine große Vielfalt verschiedener Varianten. Da gibt es Decks, welche auf Flamvell-Feuerhund und Flammvell-Magier setzen. Andere Decks setzen hingegen verstärkt auf den Superflinken Megahamster und Ryko, Lichtverpflichteter Jäger. Wieder andere versuchen den Schädelsuchenden Ritter als starkes Anti-Element in ihr Deck zu integrieren. Natürlich gibt es auch die wildesten Mischungen der verschiedenen Strategien, welche als Kombination versucht werden.
Die meisten Schwarzflügel-Spieler verlassen sich auf auf klassische Builds. Nur wenige Spieler haben die neuen Karten aus “The Shining Darkness” ein. Dies ist doch etwas verwunderlich, wurden doch insbesondere Karten für Schwarze Federn und Schwarzflügel – Brise der Zephyr sehr gehyped. Entweder haben die Spieler beim Playtesting festgestellt, dass diese Karten doch nicht so gut sind, oder die Schwarzflügel-Veteranen hatten noch keine Zeit, diese Karten sinnvoll zu integrieren. Aber zumindest ein paar Spieler trauen sich an die neuen Karten heran. Wir werden sehen, welche sich heute durchsetzen werden.
Den drittgrösten Block stellen die Frosch-Spieler, was auf den Erfolg von Alex Sierra Garcia zurückzuführen. So sind dann auch geschätzte 25 von 31 Froschdecken 1:1 nachgebaute Monarchen-Varianten.
Die Ewig Infernalen mit ihrem gefährlichen One-Turn-Kill werden von insbesondere von vielen Top-Spielern ins Feld geführt. Dafür. dass die Boosterserie noch jung ist und die Karten schwer zu bekommen, ist die Anzahl von 25 Spielern mit diesem Deck durchaus beachtlich. Fast alle setzten dabei auf den Ewig Infernalen Käfer und die daraus resultierende Nebelraupe. Zwar spielen die allermeisten den Ewig Infernalen Rächer je einmal, aber konsequent darauf vertrauen nur zwei Spieler.
Bei den Zombiespielern finden sich verschiedene Varianten. So spielt Vittorio Wiktor beispielsweise einen eher klassischen Zombie-Build. Beliebt sind außerdem Varianten mit dem Tiefseetaucher oder den Schicksalshelden. Auch Elementarheld Absoluter Nullpunkt findet sich in vereinzelten Decks.
Bei den Anti-Decks finden sich Varianten mit den verschiedenen Gadgets und Zwillings-Builds. Der Rest ist eher unspektakulär. X-Saber, Quickdraw Dandywarrior, Lichtverpflichtete, Machina und Gladiatoren werden in den Standardbuilds gespielt. Einzig bei den Lichtverpflichteten stach eine Variante Tobias Hüfner hervor, welche auf Glänzenden Elf als stabilisierende Maßnahme setzt.
So soweit, so erfreulich das heutige Metagame. Einem spannenden Turnier steht also nichts im Wege.
